10.000

Mbit/s theoretisch möglich

5,1 Mio.

FTTH-Anschlüsse der Telekom (Jan. 2024)

26 %

deutsche Haushalte mit Glasfaser (2024)

2030

flächendeckender Ausbau geplant

Lichtimpulse statt Strom

Daten werden mit Licht durch Glasfasern übertragen, die kaum dicker als ein Haar sind – blitzschnell und praktisch verlustfrei.

FTTH bis ins Haus

Bei „fibre to the house" werden die Lichtwellenleiter bis zum Router verlegt – für maximale Leistung im ganzen Haushalt.

Was ist eigentlich Glasfaser?

Glasfasertechnik ist eine Technologie, die ein schnelleres Internet ermöglicht. Hiermit können Daten so rasch wie nie übertragen werden und die Internetgeschwindigkeiten haben ein völlig neues Niveau erreicht.

Mit Glasfasernetzen können theoretisch jedoch sogar Datenraten bis zu 10.000 Megabit pro Sekunde erreicht werden – unabhängig von der Entfernung. Das bedeutet, dass eine komplette Netflix-Bibliothek in weniger als einer Sekunde geladen werden kann.

Andere derzeitige Breitbandtechnologien wie Mobilfunk oder Fernsehkabel bleiben weit hinter der Leistung der Glasfaserinfrastruktur zurück. Dort sind derzeit bis zu 300 Mbit/s im Download und 50 Mbit/s Upload möglich.

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Wie funktioniert Glasfaser?

Bei Glasfaserverbindungen werden die Daten nicht mit Strom, sondern mit Lichtimpulsen übertragen. Ein Lichtwellenleiterkabel (LWL) ist ein Kabel, das aus Lichtleitfasern besteht, die teilweise mit Steckern versehen sind. Das Licht wird in Fasern aus Kunststoff, d.h. Glasfasern, geleitet, die kaum dicker als ein Haar sind. In der Regel werden mehrere Fasern in einem Kabel gebündelt.

Die Lichtimpulse werden durch einen schnellen Laserschalter erzeugt. Die Übertragung des Lichts ist nicht nur blitzschnell, sondern auch praktisch verlustfrei. Das macht die Glasfaser zu einer der schnellsten Möglichkeiten der Datenübertragung und bietet ein störungsfreies Surferlebnis.

Was ist ein Glasfaser-Anschluss?

Der Glasfaser-Anschluss ist der Anschluss eines einzelnen Hauses an ein Versorgungsunternehmen. Der Anschluss umfasst die Verkabelung auf dem eigenen Grundstück, den Hauseingang und die entsprechenden Geräte im Haus.

Bei FTTH ("fibre to the house"; auf Deutsch "Glasfaser bis ins Haus") bedeutet der Anschluss die Verbindung an das Glasfasernetz. Für maximale Leistung werden die Lichtwellenleiter auch im Haus, bis hin zum Router, verlegt.

Für wen lohnt sich ein Glasfaser-Anschluss?

Wenn Sie zu Hause auf eine stabile Internetverbindung angewiesen sind, dann ist ein Glasfaser-Anschluss die richtige Wahl. So sind z. B. Besprechungen per Videokonferenz, Gaming ohne Störungen und Video-Uploads ins Internet ein Kinderspiel für die Glasfasertechnik. Vor allem, wenn Sie ein Haus besitzen, können Sie mit Glasfaserkabeln noch jahrzehntelang mit dem Internet Schritt halten.

Darüber hinaus dient diese Verbindung auch der Wertschöpfung. Vor allem als Mieter sollten Sie jedoch genau nachprüfen, ob sich ein Glasfaser-Anschluss für Sie lohnt.

Diejenigen, die mit ihrem derzeitigen Anschluss zufrieden sind, können mit der Umstellung auf Glasfaser warten. Für die meisten Menschen ist die derzeitige Download-Geschwindigkeit von 1.000 Mbit/s immer noch zu hoch. Das ist die Geschwindigkeit, die die Glasfaser für eine sogenannte Gigabit-Verbindung verspricht.

Oft wird das Tempo gar nicht ausgeschöpft. Selbst ein Bruchteil dieser Geschwindigkeit, d.h. eine konstante 50-Mbit/s-Verbindung, reicht beispielsweise aus, um Ultra HD-Filme direkt aus dem Internet anzusehen, online einzukaufen und im Homeoffice zu arbeiten.

Glasfaser: Vor- und Nachteile

Die Technologie ist zukunftsweisend, aber lohnt sich ein Glasfaser-Anschluss für Sie? Der Tabelle können Sie die Vor- und Nachteile eines Glasfaser-Anschlusses entnehmen.

Vorteile

  • Schnellere Internetverbindung
  • Deutlich weniger Störungen
  • Wertsteigerung bei Immobilien
  • Investition in die Zukunft

Nachteile

  • Schnelle Verbindung nicht immer ausgeschöpft
  • Die Kosten sind höher als bei herkömmlichen Anschlüssen
  • Gerade in ländlichen Gegenden kann der Glasfaser-Ausbau noch dauern

Welche Glasfaser-Anbieter gibt es?

In ganz Deutschland treiben viele Glasfaser-Anbieter den Ausbau ihrer Netze voran. Der größte Anbieter ist die Deutsche Telekom. Der Marktführer im Bereich Breitband-Internet deckt inzwischen (Januar 2024) 5,1 Millionen Haushalte mit FTTH-Anschlüssen ab und treibt den Ausbau der Glasfaser auf nationaler Ebene weiter voran.

Ein weiterer Spezialist für den Glasfaser-Ausbau ist die Deutsche Glasfaser, die den Fortschritt zusammen mit EWE, M-net und NetCologne vor allem durch den regionalen Ausbau vorantreibt.

Telekom: Der Top-Anbieter in Sachen Glasfaser

Telekom bietet ein Angebot verschiedener Glasfaser-Tarife für ihre Kunden an. Bei einem Gigabit-Internetanschluss bietet die Telekom etwa 1.000 Mbit/s Download und 200 Mbit/s Upload! Diese hohen Geschwindigkeiten kosten allerdings auch.

Doch es muss nicht direkt das Nonplusultra sein. Sie können sich z.B. auch für niedrigere Geschwindigkeiten entscheiden und so sparen – vor allem, wenn Sie derart schnelles Internet gar nicht benötigen. Telekom Glasfaser-Internet ist mit den Magenta Zuhause Tarifen wahlweise mit 50, 100, 250 oder 500 Mbit/s verfügbar. Für die Zukunft plant Telekom, den Glasfaser-Ausbau noch weiter voranzutreiben.

Hier geht's zu den Telekom-Tarifen

Deutsche Glasfaser: Der nationale Anbieter für den regionalen Ausbau

Auch die Deutsche Glasfaser treibt den Glasfaser-Ausbau voran. Im Gegensatz zur Telekom fokussiert sie sich allerdings auch auf ländliche Gegenden, die noch nicht gut an schnelles Internet angebunden sind. Bis Ende 2025 plant die Deutsche Glasfaser 4 Millionen Glasfaser-Anschlüsse verlegt zu haben. Ab 2025 sind dann für jedes Jahr 800.000 neue FTTH-Anschlüsse geplant.

Die Deutsche Glasfaser plant Projekte für den Glasfaser-Ausbau in 13 Bundesländern:

Bundesländer mit geplantem Glasfaser-Ausbau der Deutschen Glasfaser
Bundesland
Baden-Württemberg
Bayern
Brandenburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen

Die Deutsche Glasfaser bietet Glasfaser-Tarife mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten an: 300, 400, 600 und 1.000 Mbit/s im Download. Sie können auf der Website der Deutschen Glasfaser nachschauen, ob bei Ihnen das schnelle Internet bereits verfügbar ist. Dazu klicken Sie einfach unten auf den Button und geben Ihre Postleitzahl und Adresse ein.

Regionale Anbieter für Glasfaser

Glasfaser und Telekom: in Deutschland eine gemeinläufige Assoziation. Doch abgesehen von den national erhältlichen Anbietern, gibt es auch Anbieter, die sich auf den regionalen Markt spezialisiert haben. Wir stellen Ihnen hier einige davon vor.

  1. EWE Der Anbieter hat sich auf die Bundesländer Niedersachsen, Bremen und BrandenburgEWE
  2. M-net Der Anbieter hat sich auf die Räume München, Augsburg und Erlangen
  3. NetCologne Der Anbieter ist regional in Köln und Bonn

Glasfaser-Verfügbarkeit in Deutschland

Ziel: Bis Ende 2030 soll jeder Haushalt und jedes Unternehmen über einen Glasfaser-Anschluss verfügen. Jährlich sollen ungefähr 2,5 Millionen Anschlüsse hinzugefügt werden.

Im Jahr 2024 soll es rund 12,3 Millionen Glasfaser-Anschlüsse bereits gegeben haben. Laut dem BREKO waren es circa 26 % der deutschen Haushalte. Diese sind allerdings nicht gleichmäßig in Deutschland verteilt. Während das Glasfasernetz in Schleswig-Holstein mit 61 % relativ weit ausgebaut ist, liegt die Verfügbarkeit in Berlin bei nur 10 % der Haushalte.

Glasfaser-Verfügbarkeit nach Bundesland 2022 (%)
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Quelle: Breko e. V.

Brauche ich einen Glasfaser-Router?

Wenn Sie in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung über Glasfasertechnik verfügen, sollten Sie auch einen Glasfaser-Router haben, der für die Glasfaser-Übertragung geeignet ist. Glasfaser-Router werden von AVM, ASUS, TP und anderen Herstellern angeboten.

Doch Sie brauchen nicht unbedingt einen Glasfaser-Router. Ein herkömmlicher WLAN-Router ist völlig ausreichend, sofern er den neuesten technischen Standards für leistungsstarke Glasfaser-Tarife entspricht.

Einerseits sollte ein herkömmlicher Router mehrere Gigabit-LAN-Anschlüsse auf der Rückseite haben. Außerdem sollte der Router mindestens WIFI 5 oder besser noch WIFI 6 unterstützen. Nur so ist es möglich, im ganzen Haus zuverlässig eine Leistung von über 500 Mbit/s zu erreichen.

Hier geht's zum Artikel: Glasfaser-Router

Häufig gestellte Fragen zu Glasfaser

Mit Glasfasernetzen können theoretisch Datenraten bis zu 10.000 Mbit/s erreicht werden. In der Praxis bieten Anbieter wie die Telekom bis zu 1.000 Mbit/s im Download und 200 Mbit/s im Upload.

Bei Glasfaserverbindungen werden Daten nicht mit Strom, sondern mit Lichtimpulsen übertragen. Das Licht wird in haarfeinen Glasfasern geleitet – blitzschnell und praktisch verlustfrei.

Im Jahr 2024 gab es rund 12,3 Millionen Glasfaser-Anschlüsse, das entspricht laut BREKO circa 26 % der deutschen Haushalte. Schleswig-Holstein liegt mit 61 % vorn, Berlin nur bei 10 %.

Nein, nicht unbedingt. Ein herkömmlicher WLAN-Router reicht aus, sofern er Gigabit-LAN-Anschlüsse hat und mindestens WIFI 5, besser WIFI 6, unterstützt.

Bis Ende 2030 soll jeder Haushalt und jedes Unternehmen einen Glasfaser-Anschluss erhalten. Jährlich werden rund 2,5 Millionen Anschlüsse hinzugefügt.