1.000+ Mbit/s
Geschwindigkeit Glasfaser (FTTH)
50 Mbit/s
Maximale VDSL-Geschwindigkeit
7 Mio.+
Haushalte mit Glasfaseranschluss
2030
Mögliche Vollversorgung
Was ist Glasfaser?
- Glasfaser ist eine Breitbandverbindung.
- Bei Verwendung von Glasfaserkabeln werden Daten mit Infrarotlichtimpulsen übertragen.
- Die optische Datenübertragung ist stabil gegenüber magnetischen und elektrischen Störungen.
Was ist der Unterschied zwischen Glasfaser und DSL? DSL-Verbindungen (Digital Subscriber Line) verwenden herkömmliche Telefonleitungen aus Kupfer- oder Koaxialkabeln; die Übertragung erfolgt elektrisch. Solche Telefonleitungen werden heute oft nur noch für die letzten Meter zwischen dem Netz des Anbieters und dem Kunden genutzt. Die maximal erreichbare Geschwindigkeit sinkt mit jedem Meter Kupferkabel.
Welchen Glasfaser Router benötigen Sie?
Wenn Sie Glasfasertechnik in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung haben, sollten Sie einen Router verwenden, der für die Glasfaserübertragung geeignet ist. Glasfaser Router werden von AVM, ASUS, TP-Link und anderen Herstellern angeboten.
Am bekanntesten ist die FRITZ!Box Fiber von AVM. Basierend auf gängigen Glasfaser-Router-Tests gibt es jedoch ebenso leistungsstarke Modelle anderer Hersteller.
Ein herkömmlicher WLAN-Router reicht aus, sofern er den aktuellen technischen Standards für leistungsstarke Glasfasertarife entspricht.
Der Router sollte mehrere Gigabit-LAN-Ports besitzen und mindestens 802.11ac (WIFI 5) oder besser 802.11ax (WIFI 6) unterstützen. Nur so lässt sich bei Tarifen über 500 Mbit/s zuverlässig Leistung im ganzen Haus liefern.
FRITZ!Box Fiber
Bekanntester Glasfaser Router von AVM. Unterstützt alle wichtigen Glasfaserstandards dank zwei SFP-Modulen und erkennt automatisch das richtige Modul.
Herkömmlicher WLAN-Router
Ausreichend, sofern Gigabit-LAN-Ports und mindestens WIFI 5 (802.11ac) oder besser WIFI 6 (802.11ax) vorhanden sind — nötig bei Tarifen über 500 Mbit/s.
FRITZ!Box Router oder Deutsche Glasfaser Router?
Welcher Router für eine Glasfaser-Internetverbindung nötig ist, hängt davon ab, ob bereits ein Glasfaser-Modem installiert ist. Glasfaseranschlüsse enden bislang meist an Verteilern auf der Straße oder reichen höchstens bis ins Gebäude.
Wenn Deutsche Glasfaser mit Übertragungsart und -geschwindigkeit zurechtkommt, können Sie Ihren eigenen Router behalten. Alternativ stehen verschiedene FRITZ!Box Router oder ein Router von Deutsche Glasfaser zur Wahl.
Der FRITZ!Box Router 5530
Der FRITZ!Box 5530 Fiber wurde für Glasfaser entwickelt und unterstützt alle wichtigen Glasfaserstandards. Dafür sorgen zwei Small Form Pluggable-Module (SFP), die für unterschiedliche Anschlusstypen ausgelegt sind. Nach dem Anschluss erkennt der Router automatisch, ob das richtige Modul eingesetzt ist.
Aktueller Preis: Der FRITZ!Box 5530 Fiber kostet 219,00 €, ist aber bei Media Markt auch für 189,99 € erhältlich (Stand: Mai 2024).
| Technologie | Beschreibung |
|---|---|
| AON (Active Optical Network) | Bei AON verfügt jeder Anschluss über eine eigene Glasfaserverbindung zum Netz des Internetanbieters. |
| GPON (Gigabit Passive Optical Network) | Bei einer GPON-Verbindung teilen sich mehrere Anschlüsse eine einzige Glasfaserverbindung. Dank der hohen Glasfaser-Bandbreite kann dennoch jeder Anschluss schnelle Übertragungsraten nutzen. |
| XGS-PON (10 Gb Symmetric Passive Optical Network) | XGS-PON steigert die Datenübertragung in GPON-Infrastruktur auf bis zu 10 GBit/s — wählbar in Sende- und Empfangsrichtung. |
Deutsche Glasfaser Router
Neben der FRITZ!Box bietet Deutsche Glasfaser eigene Router an. Laut Anbieter erreichen diese bis zu 4 Gbit/s. Die Router verfügen außerdem über vier LAN-Anschlüsse und zwei Telefonanschlüsse. Wer mehr Anschlüsse benötigt, kann per LAN-Splitter fünf oder acht weitere hinzufügen.
Die Router von Deutsche Glasfaser kosten regulär 89,99 €, werden aber häufig im Angebot für 39,99 € verkauft — verbunden mit einer Mindestlaufzeit von fünf Jahren.
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Was ist ein Glasfaser Modem?
Ein Glasfaser-Modem (auch ONT, Optical Network Terminal) stellt im Heimnetzwerk die Verbindung zwischen dem Glasfaser-Anschluss und dem Router her. Glasfaser-Modems haben dazu mindestens zwei Anschlüsse:
- einen Anschluss für das Glasfaserkabel;
- einen Anschluss für das RJ45-Netzwerkkabel.
Glasfaser-Modems werden über Glasfaserkabel mit den Gegenstellen des Internetproviders verbunden. Patchkabel stellen anschließend die Verbindung zwischen dem Glasfaser-Modem und Ihrem herkömmlichen Router her.
Einige Router haben ein Glasfaser-Modem bereits eingebaut. In diesem Fall ist kein eigenständiges Modem nötig: Das Glasfaserkabel wird direkt mit dem Router verbunden, der alle Geräte im Heimnetzwerk verbindet — per Kabel oder WLAN.
Benötigen Sie ein Glasfaser Modem?
Ein Glasfaser-Modem benötigen Sie nur, wenn Ihre Internetverbindung über Glasfaser (z.B. Telekom Fiber 100) erfolgt. Bei einem DSL-Anschluss, Kabelinternet (z.B. von Unitymedia) oder LTE (z.B. über einen LTE-Router) ist kein Glasfaser-Modem erforderlich.
Wenn Sie einen Glasfaser-Internetzugang haben, prüfen Sie zunächst, ob bereits ein Glasfaser-Modem in der Wohnung installiert ist. In modernen Mietwohnungen liefert manchmal schon der Vermieter oder Eigentümer eines mit. In diesem Fall reicht ein einfacher Netzwerkrouter ohne Modem aus.
Tipp: Prüfen Sie vor dem Kauf eines Glasfaser-Modems, ob bereits eines in Ihrer Wohnung installiert ist — in modernen Mietwohnungen liefert oft schon der Vermieter eines mit.
Wie Sie Ihr Glasfaser Modem mit dem Router verbinden
Glasfaser-Modems werden per Patchkabel mit dem Router verbunden. Stecken Sie eine Seite des Patchkabels in den Netzwerkport des Glasfaser-Modems und die andere Seite in den Netzwerkport des Routers. Beide Geräte verfügen dafür über eine RJ45-Buchse.
Die Verbindung kann auch indirekt über Netzwerkdosen, Verlegekabel und Patchfelder geführt werden. Wenn das Glasfaser-Modem beispielsweise im Keller installiert ist, sollte der Router wegen des besseren WLAN-Empfangs in der Wohnung aufgestellt werden.
FAQ über Glasfaser & Glasfaser Router
Auch bei DSL-Anschlüssen kommen im Hintergrund Glasfaserkabel zum Einsatz: Die Datenübertragung erfolgt per Glasfaser bis zum Kabelverzweiger. Drei Abkürzungen beschreiben, wie das Signal vom Kabelverzweiger zu den Anschlüssen gelangt:
- FTTC (Fiber to the Curb) — Glasfaser bis zum Bordstein;
- FTTB (Fiber to the Building) — Glasfaser bis ins Gebäude;
- FTTH (Fiber to the Home) — Glasfaser bis in die Wohnung.
Glasfaserkabel sind deutlich schneller als Kupferkabel. Die meisten Standorte in Deutschland sind noch über Kupfer angebunden; die maximale Geschwindigkeit eines solchen VDSL-Anschlusses liegt in der Regel bei 50 Mbit/s. Glasfaseranschlüsse (FTTH) hingegen erreichen 1.000 Mbit/s und mehr.
Mehr als 7 Millionen Haushalte verfügen bereits über Glasfaseranschlüsse — doppelt so viele wie vor drei Jahren. Sollten die optimistischeren Prognosen zutreffen, könnte bis 2030 jeder Haushalt angeschlossen sein.
Die Datenübertragung über Glasfaserkabel ist zuverlässig und wenig störanfällig. Der Kern einer Glasfaserleitung besteht aus Glas — einem nichtleitenden Material. Lichtwellenleiter lassen sich daher problemlos in der Nähe von Industrieanlagen verlegen.
Glasfaser ist leichter, dünner und haltbarer als Kupfer. Trotz höherer Anschaffungskosten lohnt sich die Investition: Glasfaser verursacht weniger Ausfälle und geringere Wartungskosten.