Maximale Bandbreite
bis zu 300 Mbit/s
Über herkömmliche Kupferleitung
Theoretisch möglich
400 Mbit/s
Bei Leitungslänge von rund 300 m
Anschlüsse Telekom (Januar 2024)
über 5 Mio.
Super-Vectoring oder Glasfaser
FTTH-Glasfaser
bis 1.000 Mbit/s
Highspeed bis zur Telefondose
Schnelle Aufrüstung statt Tiefbau
Beim Super-Vectoring genügt eine Erweiterung der Schaltstellen — neue Kabelwege müssen nicht aufwändig verlegt werden, anders als bei Glasfaser. Kunden erhalten dadurch schneller einen besseren DSL-Anschluss zu geringeren Gesamtkosten, die nicht auf den Endverbraucher abgewälzt werden.
Übergangslösung mit Reichweitengrenze
Mit zunehmender Leitungslänge schwindet der Vectoring-Vorteil — die Schwachstelle des Kupferkabels durch höhere Signaldämpfung wird sichtbar. Super-Vectoring ist daher als Übergangslösung anzusehen, bis Glasfaser flächendeckend ausgebaut ist.
Was ist eigentlich Super-Vectoring?
Beim Super-Vectoring werden die zwischen der Vermittlungsstelle und den Schaltverteilern auftretenden Störungen auf ein Minimum reduziert. Bei den hier erwähnten Störungen handelt es sich um Signaldämpfungen, die auf die verlegte Kupferdoppelader zurückzuführen sind. Also keine Kabelbrüche oder Ausfälle an den Schaltverteilern.
Die DSLAMs werden für das Super-Vectoring mit neuer Software versehen und hardwaremäßig so aufgerüstet, dass sie die erforderliche Rechenleistung gewährleisten. Leider lässt sich die errechnete Bandbreite von 400 Mbit/s nur bei einer Leitungslänge von rund 300 Meter erreichen.
Was bedeutet DSLAM?
Die Abkürzung steht für Digital Subscriber Line Access Multiplexer. Was nichts anderes bedeutet als Vermittlungsstelle zwischen Teilnehmeranschluss und Netzbetreiber. Während der Trainingsphase/Synchronisation werden die Frequenzen getestet, um den DSL-Anschluss optimal einzurichten. Jeder Reset am DSL-Router verursacht eine neue Synchronisation.
Bei längeren Leitungswegen schwindet der Vorteil des Vectorings. Daher wird mit zunehmender Leitungslänge und der verbundenen höheren Signaldämpfung die eigentliche Schwachstelle des Kupferkabels deutlich.
Win-win-Situation für Netzbetreiber und Kunden
Selbst wenn Super-Vectoring nur als Übergangslösung anzusehen ist, profitieren sowohl die Telekom als auch die Kunden davon. Denn aus Sicht des Netzbetreibers müssen keine neuen Kabelwege aufwändig verlegt werden, wie es beim Glasfaserkabel der Fall ist.
Sondern, wie bereits im vorangegangenen Abschnitt erwähnt, reicht eine Erweiterung der Schaltstellen aus. Auf der anderen Seite erhalten Kunden über das Vectoring einen besseren DSL-Anschluss mit entsprechend höherer Bandbreite, der sich zudem in sehr viel kürzerer Zeit in Betrieb setzen lässt. Natürlich entstehen so insgesamt weniger Kosten, die dann auch nicht auf den Endverbraucher abgewälzt werden.
Super-Vectoring: Vorteile und Nachteile im Überblick
Hier finden Sie die Vorteile und Nachteile vom Super-Vectoring gegenübergestellt. So können Sie sich leichter einen Überblick über die neue Technologie verschaffen.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
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Super-Vectoring-Ausbau: Kabel-Anbieter waren zunächst Vorreiter
Das Maß aller Dinge waren hierbei vorerst die Kabel-Anbieter, die mit Bandbreiten von 100 Mbit/s ihre Tarife in den Vordergrund gestellt haben. Dennoch ließen sich die Telekom und Vodafone nicht lange bitten.
So konnte durch den voranschreitenden Glasfaser-Ausbau und die Einführung der DSL-Vectoring Technologie vonseiten der DSL-Anbieter daraufhin gegengesteuert werden. Natürlich ließ auch die Reaktion der Kabel-Anbieter nicht lange auf sich warten und so steigerten sowohl Unitymedia Kabel BW als auch Kabel Deutschland die Bandbreite im Kabelnetz auf bis zu 200 Mbit pro Sekunde.
Telekom mit 300 Mbit pro Sekunde
Anfang Dezember 2014 sorgte dann die Telekom für eine weitere Entwicklungsstufe beim LTE.
Denn von da an waren nicht nur 150 Mbit/s über den neuen Mobilfunkstandard möglich, sondern sogar 300 Mbit/s. Das eigentliche LTE-Netz wurde dabei nicht erweitert. Stattdessen wurde lediglich eine sogenannte Frequenzbündelung eingeführt, die durch Verdopplung der Sende- und Empfangsantennen für den Bandbreitenzuwachs sorgte.
Damit wird nun die Bandbreite von 300 Mbit pro Sekunde, also 2x 150 Mbit/s, erreicht, was aber in Regionen ohne LTE keine Alternative zum Breitband-Internet ist. Daher wird immer wieder behauptet, unter anderem vom Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. (BREKO), dass die Telekom den Breitband-Ausbau ausbremst.
Das Problem für den stockenden Ausbau der Glasfaserleitungen waren scheinbar immens hohe Kosten für die Verlegung der Glasfaserkabel. Was sich in den ländlichen Regionen mit geringer Bevölkerungsdichte nicht refinanzieren lässt.
Super-Vectoring, VDSL-Ausbau und Glasfaser: Was ist geplant?
Befragt man jedoch die Experten des Bundesverbandes BREKO oder die Internetnutzer selbst, würden sich wohl die meisten den bundesweiten Ausbau des Glasfasernetzes wünschen.
Trotzdem will die Telekom mit dem geplanten Ausbau und der Einführung von G.fast (VDSL-Nachfolger) festhalten, um die Bandbreite noch weiter zu erhöhen. Der neue VDSL-Standard hingegen wird dann zwar ebenfalls bis zu 1 Gbit pro Sekunde erreichen. Allerdings nur über sehr kurze Distanzen von bis zu 250 Meter.
Was ist FTTH?
Bei Fibre to the home kurz auch FTTH genannt, wird von der Vermittlungsstelle bis zur Telefondose ein Glasfaserkabel verlegt. Dementsprechend wird die "letzte Meile", sprich die Leitung bis zum Endkunden, mit der neuen Technologie realisiert. Das Highspeed-Internet über Glasfaserkabel ist für Bandbreite bis zu 1.000 Mbit pro Sekunde ausgelegt.
Super-Vectoring ab 2015: Was war die Zukunftsaussicht?
Als eine Alternative sollte ab 2015 der Ausbau des Super-Vectorings beginnen, da bei dieser Methode nur kleine Aufrüstungen an den Schaltverteilern vorzunehmen sind.
Die Telekom verfolgte damit das Ziel, gegenüber den Kabelbetreibern weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben. Erwartet wurden Geschwindigkeiten von etwa 250 Mbit pro Sekunde, die dann bundesweit zur Verfügung stehen sollten.
Das ist besonders für Endverbraucher wichtig, die nach einem günstigen DSL- oder Kabel-Tarif suchen. Vor allem, wenn dieser in der ausgewählten Region auch die volle Bandbreite zur Verfügung stellen sollte. Wer seine Anschlussbedingungen testen möchte, kann die Verfügbarkeit online überprüfen.
Super-Vectoring 2024 und Pläne für die Zukunft
Super-Vectoring bleibt relevant, wie die Telekom im Mai 2024 mitteilte. Anfang des Jahres 2024 hatte die Telekom bereits 2,5 Millionen Anschlüsse für Super-Vectoring oder Glasfaser verlegt – Tendenz steigend. Nun, im Januar 2024, sind es bereits über 5 Millionen. Ein Anschluss, der schnelleres Internet ermöglicht, ist dementsprechend eine Investition in die Zukunft.
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Häufig gestellte Fragen zum Super-Vectoring
Super-Vectoring ist eine Technologie, die durch die Reduktion der Störungen zwischen der Vermittlungsstelle und den Schaltverteilern eine Datenübertragungsgeschwindigkeit über herkömmliche Kupferleitungen von bis zu 300 Mbit/s ermöglicht. Die DSLAMs werden dazu mit neuer Software versehen und hardwaremäßig aufgerüstet.
Über Super-Vectoring sind bis zu 300 Mbit/s über herkömmliche Kupferleitungen möglich. Die theoretisch errechnete Bandbreite von 400 Mbit/s lässt sich allerdings nur bei einer Leitungslänge von rund 300 Meter erreichen.
Die Abkürzung DSLAM steht für Digital Subscriber Line Access Multiplexer — also für die Vermittlungsstelle zwischen Teilnehmeranschluss und Netzbetreiber. Während der Trainingsphase/Synchronisation werden die Frequenzen getestet, um den DSL-Anschluss optimal einzurichten. Jeder Reset am DSL-Router verursacht eine neue Synchronisation.
Bei Fibre to the home (FTTH) wird von der Vermittlungsstelle bis zur Telefondose ein Glasfaserkabel verlegt. So wird die "letzte Meile" bis zum Endkunden mit der neuen Technologie realisiert. Das Highspeed-Internet über Glasfaserkabel ist für Bandbreiten bis zu 1.000 Mbit pro Sekunde ausgelegt.
Super-Vectoring ist als Übergangslösung zu betrachten. Vorteile: höhere Bandbreite ohne Verlegung neuer Kabelwege, keine Zusatzkosten für Anschlussinhaber. Nachteile: Es funktioniert nur für kurze Distanzen von rund 300 m und der Glasfaser-Ausbau wird dadurch verzögert. Anfang 2024 hatte die Telekom bereits 2,5 Millionen Anschlüsse für Super-Vectoring oder Glasfaser verlegt, im Januar 2024 sind es bereits über 5 Millionen.