50 %

der Routerkosten von der Steuer absetzbar (mit Nachweis)

20 €

pro Monat als Werbungskosten ohne Nachweis (20 % der Internetkosten)

50 Mbit/s

empfohlene Mindestgeschwindigkeit fürs Home Office

600 €

Home Office Pauschale: 5 € × 120 Tage pro Jahr

1

Was Sie brauchen

  • Eine stabile Internetverbindung mit mindestens 50 Mbit/s.
  • Ein Arbeitsgerät (PC oder Laptop), bereitgestellt vom Arbeitgeber.
  • Rechnungen der letzten drei Monate als Nachweis der beruflichen Nutzung.
  • Eine vertragliche Regelung zum Home Office mit Ihrem Arbeitgeber.
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Worauf achten

  • Trennen Sie private und berufliche Nutzung sauber voneinander.
  • Bei Selbstständigen: mindestens 10 % berufliche Nutzung erforderlich.
  • Bei Internetstörung trägt der Arbeitgeber das Betriebsrisiko.
  • Recht auf schnelles Internet seit Dezember 2021: 10 Mbit/s Down, 1,7 Mbit/s Up.

Rechtsgrundlage für Home Office und Internetkosten

Vielen Unternehmen ist die rechtliche Grundlage für das Arbeiten im Home Office noch unklar. Da Home Office vor der Corona-Pandemie nicht zum Alltag gehörte, hatten viele Unternehmen Nachholbedarf bei der vertraglichen Regelung von Home Office. Hier finden Sie die wichtigsten allgemeinen Rechtsgrundlagen für die Arbeit von zu Hause aus:

Punkt Regelung
1 Arbeitnehmer haben grundsätzlich keinen Rechtsanspruch auf Home Office.
2 Andererseits kann der Arbeitgeber kein generelles Home Office anordnen, wenn es nicht im Arbeitsvertrag geregelt ist. Er hat dafür zu sorgen, dass die Mitarbeiter im Büro einen Arbeitsplatz mit angemessener Ausstattung haben.
3 Wenn Sie und Ihr Arbeitgeber sich auf Home Office einigen, muss dieser immer dafür sorgen, dass Sie ein Arbeitsgerät wie PC oder Laptop in Ihren vier Wänden haben.
4 Erstattungsansprüche umfassen auch Betriebskosten wie Telefon-, Strom- oder Internetkosten (Home Office Pauschale). Hinweis: Es kann nur der Prozentsatz der Kosten erstattet werden, die der beruflichen Nutzung zuzurechnen sind.

Wie Sie Internetkosten von der Steuer absetzen im Home Office

Es gibt zwei Möglichkeiten, Telekommunikationskosten in Ihrer Steuererklärung abzusetzen:

Möglichkeit Details
Pauschale ohne Nachweis Als Arbeitnehmer können Sie 20 Prozent Ihrer persönlichen Internetkosten als Werbungskosten von der Steuer absetzen und zwar bis zu maximal 20 € pro Monat.
Mit Nachweis Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die entstandenen Internet- und Telefonkosten nachzuweisen.

Wenn Sie zum Beispiel 50 Prozent Ihrer Gerätenutzung als beruflich bedingt deklarieren, sollten Sie diesen Anteil mit den Rechnungen der letzten drei Monate belegen können. Ein Vorteil dieses Ansatzes ist, dass es keine Obergrenze gibt. Sie können 50 Prozent aller Rechnungen absetzen, einschließlich der Anschaffungs- und Reparaturkosten.

Gut zu wissen: Sobald das Finanzamt die Belege genehmigt hat, können Sie die Steuererklärungen für die folgenden Jahre erhalten.

Internetkosten absetzen Home Office: Regelung für Selbstständige

Für Selbstständige gilt eine ähnliche Regelung wie für Angestellte. Telefon und Internetkosten können als Betriebsausgaben geltend gemacht werden, wenn mindestens 10 Prozent der Nutzung beruflich bedingt sind. Auch hier müssen Sie zwischen privaten und beruflichen Nutzungen trennen.

Am einfachsten ist das, wenn Sie getrennte Anschlüsse und Abrechnungen haben. Ansonsten gilt wie bei Arbeitnehmern Ihre Einschätzung. Ihren Anspruch müssen Sie mit den Verbindungsnachweisen für drei Monate belegen.

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Internetstörung im Home Office: Wer haftet?

Viele Arbeitnehmer fragen sich, ob eine Internetstörung im Home Office einen Zwangsausfall darstellt, ob die ausgefallene Zeit nachgeholt werden muss und ob der Arbeitgeber den Lohn trotzdem zahlen muss. Weicht der Arbeitsvertrag nicht von der Vereinbarung ab, trägt der Arbeitgeber das Betriebsrisiko. Dies gilt auch, wenn Strom, Internet, Computer oder Server ausfallen.

Tipp: Tritt ein technisches Problem auf, sollten Mitarbeiter zunächst versuchen, es selbst zu beheben. Wenn nach 10 Minuten die Internetstörung im Home Office weiterhin vorhanden ist oder der Bildschirm schwarz bleibt, muss der Arbeitgeber über den Ausfall informiert werden.

Arbeitgeber können im schlimmsten Fall Mitarbeiter ins Büro rufen, wenn die Internetstörung im Home Office überhaupt nicht gelöst werden kann. Für die Ausfallzeit müssen aber trotzdem Löhne gezahlt werden.

Arbeitgeber können auch versuchen, ihre Mitarbeiter bei der Problemlösung zu unterstützen — zum Beispiel durch Konsultation der IT-Abteilung. Wenn Sie eine Internetstörung im Home Office haben, wird Ihr Gehalt trotzdem ausbezahlt, auch wenn Sie nicht weiterarbeiten können.

Wussten Sie, dass Sie gesetzlich seit Dezember 2021 das Recht auf schnelles Internet haben? Überall in Deutschland soll ein Downloadtempo von mindestens 10 Mbit/s und ein Uploadtempo von mindestens 1,7 Mbit/s möglich sein. Die Latenz darf zudem nicht mehr als 150 Millisekunden betragen.

Tipps für schnellere Home Office Internet Geschwindigkeit

Passt das Speedtest-Ergebnis zu Ihrem Internettarif, aber die Home Office Internet Geschwindigkeit ist noch zu langsam? Dann sollten Sie Ihre WLAN-Verbindung und -Umgebung überprüfen:

  1. Korrekte Aufstellung des Routers.
  2. Berücksichtigen Sie Ihre Umgebung.
  3. Wechseln Sie den drahtlosen Internetkanal.
  4. Verstärkung durch Repeater: WLAN-Verstärker.
  5. Update Ihres WLAN-Routers.

Für das Arbeiten im Homeoffice muss die Internetverbindung nicht nur schnell, sondern auch stabil sein. Immer mehr Arbeitgeber bieten Home Office an — vorausgesetzt, die Mitarbeiter verfügen über einen geeigneten Internetanschluss.

Wer von zuhause aus arbeitet, sollte auch für den Fall gewappnet sein, dass das Internet stockt oder ausfällt. Die folgenden Abschnitte erklären, welche Voraussetzungen die Internetverbindung fürs Home Office erfüllen sollte und was bei einem Ausfall zu tun ist.

Welche Internetgeschwindigkeit wird im Homeoffice benötigt?

Wer von zuhause aus arbeitet, benötigt eine flüssige Internetverbindung ohne Störungen. Hierbei kommt es vor allem auf die Internetgeschwindigkeit, also die Bandbreite (Mbit/s — Megabit pro Sekunde), an. Je größer sie ist, desto mehr Daten können in einem bestimmten Zeitraum übertragen werden.

Für eine Person gelten mindestens 50 Mbit/s als ausreichend, um ruckelfrei arbeiten und an Videokonferenzen teilnehmen zu können. Bei mehreren Personen steigt der Bedarf entsprechend:

Bandbreite Empfohlen für
Ab 50 Mbit/s Eine Person, ruckelfreies Arbeiten und Videokonferenzen.
Ab 100 Mbit/s Zwei Personen gleichzeitig in Videokonferenzen.
Ab 250 Mbit/s Regelmäßige Übertragung großer Datenmengen.

DSL, Kabel, Glasfaser oder LTE - was eignet sich für das Homeoffice?

Kommen wir nun zu den Zugangstechnologien, die es ermöglichen das Internet im Home Office zu nutzen.

DSL-Anschluss

DSL (Digital Subscriber Line) ist der Klassiker unter den Zugangstechnologien. Die Daten werden dabei über das Telefonnetz empfangen und versendet. DSL-Angebote mit dauerhaftem Festpreis sind fast deutschlandweit verfügbar.

Kabel-Anschluss

Beim Kabel-Anschluss kommt die TV-Kabelleitung als Übertragungsmedium zum Einsatz. Dafür sind eine Multimediadose und ein Kabelmodem notwendig.

Der große Vorteil: im Vergleich zu DSL liefert Kabelinternet teilweise doppelt so hohe Geschwindigkeiten. Außerdem sind meist Kombipakete aus Internet, Telefon und TV zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis verfügbar. Der Nachteil: Kabelinternet ist im Gegensatz zu DSL noch nicht flächendeckend buchbar.

Glasfaser-Anschluss

Glasfaser (FTTH — Fiber to the Home) nutzt hochleistungsfähige Glasfaserkabel für eine störungsfreie und schnelle Datenübertragung mit optischen Signalen. Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 Mbit/s sind möglich. Das Glasfasernetz befindet sich in Deutschland noch im Aufbau und ist noch nicht flächendeckend verfügbar.

LTE

LTE (Long Term Evolution) ist ein Mobilfunk-Standard, über den sich mit spezieller Hardware eine Internetverbindung für zuhause aufbauen lässt. Der Router wird einfach in die Steckdose gesteckt und stellt über das Mobilfunknetz eine WLAN-Verbindung bereit.

Die Stabilität der Verbindung hängt dabei von der Auslastung des Mobilfunknetzes ab. Außerdem wird die Geschwindigkeit je nach Tarif bei Erreichen einer bestimmten Datenvolumengrenze gedrosselt (Drosselung). Wer im Homeoffice über einen LTE-Router arbeiten möchte, sollte daher einen Tarif mit unbegrenztem Datenvolumen wählen.

Was tun bei einem Internetausfall im Homeoffice?

Internetausfälle sind selten. Kommt es dennoch zu Problemen, gilt es zunächst den Grund herauszufinden. Mögliche Ursachen sind:

  • Störung des Netzes.
  • Zu große Auslastung des Anbieternetzes.
  • Zu viele Endgeräte benutzen gleichzeitig das Internet (Überlastung).
  • Störung auf dem Endgerät/Router.

Bei einer Störung oder zu großen Auslastung des Anbieternetzes können Sie selbst leider nichts unternehmen. Anders sieht es aus, wenn die Geschwindigkeit aufgrund vieler gleichzeitig genutzter Endgeräte einbricht. In diesem Fall müssen Sie die Übertragung auf einigen Geräten stoppen.

Funktioniert das Internet auf einem Endgerät plötzlich nicht mehr, auf anderen aber schon, könnte ein technisches Problem die Ursache sein. In diesem Fall hilft es, Rechner und/oder Router neu zu starten. Wichtig: Trennen Sie den Router komplett vom Strom und warten Sie etwa 30 Sekunden, bevor Sie ihn neu starten. Sollte das nichts bringen, wenden Sie sich an einen Fachmann.

So können Sie die Internetverbindung verbessern

Tipp 1 - Router richtig platzieren

Ist die WLAN-Verbindung schlecht, hilft es den DSL-Router neu zu platzieren. Er sollte sich am besten in der Nähe des Büros befinden und 1 bis 1,5 m über dem Boden stehen. Zudem sollte sich direkt daneben keine Wand und in der Nähe keine technischen, elektrischen oder metallischen Gegenstände befinden, da sie das WLAN stark schwächen.

Tipp 2 - LAN-Kabel statt WLAN nutzen

Wer die Möglichkeit hat, sollte lieber eine kabelgebundene Netzwerkverbindung über LAN statt WLAN nutzen. LAN-Kabel garantieren eine deutlich schnellere und stabilere Internetverbindung.

Tipp 3 - WLAN-Repeater nutzen

Sie wollen eine WLAN-Verbindung fürs Home Office nutzen, obwohl sich der Router nicht in der Nähe befindet? Dann können Sie das Signal mit einem WLAN-Repeater verstärken. Dieser wird in die Steckdose gesteckt, fängt das Funksignal des Routers auf und leitet es weiter. Wichtig: Stellen Sie den Repeater etwa auf halbem Weg zu Ihrem Homeoffice auf.

Tipp 4 - Mesh-WLAN-Netzwerk einrichten

Wollen Sie noch mehr Bereiche des Hauses mit gutem WLAN versorgen, kann es sinnvoll sein, ein Mesh-WLAN-Netzwerk einzurichten. Dabei werden mehrere Knotenpunkte im Haus verteilt. Diese leiten das WLAN-Signal nicht nur weiter, sondern bauen ein eigenes Funknetzwerk auf.

Kann man den Internetanschluss steuerlich absetzen?

Wer ein Homeoffice besitzt, kann nicht nur die Kosten für das Arbeitszimmer steuerlich absetzen. Auch die Kosten für Telefon und Internet können Sie geltend machen. Bis zu 20 Prozent des Rechnungsbetrages sind ohne Nachweis absetzbar. Alles, was darüber liegt, muss nachgewiesen werden.

Außerdem können Sie von der Homeoffice-Pauschale profitieren. Diese wurde wegen der Verlagerung der Arbeitswelt ins Homeoffice während der Corona-Pandemie geschaffen. Wer ausschließlich von zuhause aus arbeitet, kann für bis zu 120 Homeoffice-Tage je 5 € Werbungskosten absetzen — also 600 € pro Jahr.

Laut dem Presse- und Informationsamt der Bundesregierung soll diese Regelung entfristet und verbessert werden. Ab 2024 können sogar 200 Homeoffice-Tage geltend gemacht werden, was einem Betrag von 1.000 € entspricht.

Häufig gestellte Fragen zum Internet im Homeoffice

Im Home Office werden 50 Mbit/s oder mehr empfohlen. Die Verbindung über ein kabelgebundenes Netzwerk oder Glasfaser ist sogar noch schneller. Hier erhalten Sie einen Gigabit-Anschluss mit bis zu 1.000 Mbit/s.

Die Home Office Pauschale beträgt 5 € pro Kalendertag, maximal 600 € pro Jahr. Die Pauschale ist nur befristet verfügbar, wurde aber bis Ende 2024 verlängert. Hinweis: Eine pauschale Steuerrückerstattung für Arbeitgeber ist weiterhin nicht möglich.

Um im Home Office arbeiten zu können, benötigen Sie im Allgemeinen mindestens 8 bis 20 GB Datenvolumen pro Monat. Das ist ein Durchschnittswert — je nach Art der Arbeit kann dieser Bedarf deutlich höher ausfallen.