Kann ich meinen defekten Router zurücksenden?
Einen DSL-Router bekommen neue Kunden bekanntlich vom Anbieter kostenlos dazu, wenn Sie einen neuen DSL-Vertrag abschließen. Immerhin greift in den ersten zwei Jahren die Gewährleistung.
Dies gilt auch dann, wenn der „Kaufpreis" 0 € beträgt, also wenn Sie den Router gratis erhalten haben. Falls das Gerät in den ersten zwei Jahren defekt ist, muss der Mangel vom Verkäufer beseitigt werden. Denn neben dem Laufzeitvertrag für den DSL-Anschluss hat der Kunde auch einen Kaufvertrag über die Hardware abgeschlossen.
Nach Ablauf der Frist: Kulanz des Anbieters
Tritt der Mangel nach den zwei Jahren auf, muss sich der Kunde selbst um die Reparatur kümmern. Dies schließt sämtliche Kosten ein, da der Provider danach nicht mehr einstehen muss. Bei gekauften Routern sind die Anbieter nach Ablauf der Frist nicht zum Austausch verpflichtet — manche zeigen sich jedoch kulant, solange das Kundenverhältnis besteht.
Haben Sie den Router gemietet oder gekauft?
Anders sieht es aus, wenn zwischen Provider und Kunde eine vorübergehende Überlassung vereinbart wurde. Das Gerät muss dann nach Ende der Vertragszeit an den Anbieter zurückgesandt werden: Sie haben den Router lediglich für die Vertragslaufzeit gemietet.
In diesem Fall ist der Anbieter während der gesamten Vertragslaufzeit verpflichtet, sich bei einem Defekt um die schnelle Behebung zu kümmern. Das trifft vor allem auf Kabelnetzbetreiber zu, deren Hardware speziell auf den eigenen Internetzugang abgestimmt ist.
So erkennen Sie, ob Ihr Router defekt ist
Es gibt bestimmte Anzeichen, an denen Sie erkennen können, ob Ihr Router tatsächlich defekt ist. Dazu gehören:
- plötzlicher Stillstand;
- der Router reagiert nicht mehr;
- die Signallampen blinken rot oder ungewöhnlich.
Falls einer oder mehrere dieser Punkte auf Ihren Router zutreffen, kann der Router die Ursache des Internetausfalls sein. Probieren Sie zunächst folgende Schritte:
- Trennen Sie den Router kurzzeitig vom Stromnetz, um vorübergehende Störungen zu beheben;
- verbinden Sie Ihr Endgerät per Kabel mit dem Router statt per WLAN — manchmal ist nur die WLAN-Funktion deaktiviert;
- schließen Sie einen zweiten Router an Ihren Internetanschluss an, um zu prüfen, ob das Problem am Router oder am Anschluss liegt.
Router defekt: So funktioniert der Austausch
Sobald feststeht, dass Ihr Router defekt ist, können Sie beim Anbieter einen Austausch beantragen. Nachfolgend finden Sie die Vorgehensweise je Anbieter.
Defekten Telekom-Router tauschen
Bei Telekom funktioniert der Tausch unkompliziert: Sie kontaktieren den Kundenservice und beantragen den Austausch. Auf der Telekom-Website können Sie ein Miet-Ersatzgerät auswählen und den Retourenschein direkt erstellen.
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Vodafone Router defekt: Austausch
Auch Vodafone übernimmt bei einem defekten Router den Austausch kostenlos. Auf der Vodafone-Website finden Sie außerdem modellspezifische Tipps, falls Ihr Gerät nicht mehr einwandfrei funktioniert.
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Defekten O2-Router tauschen
Auch bei O2 können Sie einen defekten Router zurücksenden. Der Anbieter prüft, ob eine Reparatur oder ein Austausch möglich ist. Wenden Sie sich dazu an den Kundenbereich „Internet" — schriftlich oder telefonisch. Alle Kontaktdaten finden Sie auf unserer Website:
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Fazit: Defekten Router zurücksenden
Bei einem gemieteten Router ist der Anbieter für den Austausch verantwortlich und handelt in der Regel schnell und unkompliziert.
Haben Sie den Router gekauft, sind Anbieter häufig kulant — meist solange das Kundenverhältnis besteht. Eine gesetzliche Pflicht besteht nach Ablauf der zweijährigen Gewährleistungsfrist nicht mehr.
Moderne DSL-Hardware ist heute deutlich erschwinglicher als früher, sodass ein Neukauf oft wirtschaftlicher ist als eine Reparatur. Ein defektes Gerät kann auch ein guter Anlass sein, den Anbieter zu wechseln — unsere DSL-Ratgeber helfen Ihnen bei der Suche.