96,4 %

Haushalte mit schnellem Internet (2021)

50 Mbit/s

Flächendeckendes Ziel bis 2025

10 Mrd. €

Förderprogramm der Bundesregierung (seit 2015)

Platz 48

Deutschland im Ookla-Ländervergleich Q4 2024

Fortschritt seit 2020

2021 hatten bereits 96,4 % der Haushalte Zugang zu schnellem Internet — ein Anstieg um 2,8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. In ländlichen Gebieten lag die Versorgung mit mindestens 50 Mbit/s bei 95,1 %.

Investitionen der Telekom

Die Deutsche Telekom hat 2020 angekündigt, bis 2025 rund 2,5 Millionen Haushalte mit Glasfaserleitungen zu versorgen, und arbeitet eng mit Förderprogrammen der Bundesregierung zusammen.

Breitbandausbau in Deutschland: Herausforderungen und Fortschritte

Breitbandinternet (d. h. eine Verbindung mit mindestens 50 Mbit/s) ist für viele Menschen unverzichtbar, sei es für die Arbeit, die Bildung oder das alltägliche Leben. Der Zugang zu schnellem und zuverlässigem Internet ist jedoch nicht überall in Deutschland gegeben. Insbesondere ländliche Gebiete und kleinere Städte haben oft mit einer schlechten Internetverbindung zu kämpfen.

Der Breitbandausbau wird von der Bundesregierung und den Telekommunikationsunternehmen gemeinsam vorangetrieben. Ziel ist es, bis 2025 flächendeckend mindestens 50 Mbit/s zu gewährleisten.

Eine zentrale Herausforderung ist die Finanzierung des Breitbandausbaus. Vor allem in ländlichen Gebieten ist der Ausbau teurer als in städtischen Gebieten. Viele Anbieter investieren dort nicht, weil sich die Kosten nicht amortisieren.

Gut zu wissen: Im Jahr 2021 hatten bereits 96,4 % der Haushalte Zugang zu schnellem Internet — ein Anstieg um 2,8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.

Deutschland hat beim Breitbandausbau in den letzten Jahren messbare Fortschritte gemacht. 2021 hatten bereits 96,4 % der Haushalte Zugang zu schnellem Internet — ein Anstieg um 2,8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.

Auch in ländlichen Gebieten hat sich die Versorgung verbessert: 2021 verfügten bereits 95,1 % der Haushalte über einen Anschluss mit mindestens 50 Mbit/s.

Fortschritte des Breitbandausbaus in Deutschland
Jahr Haushalte mit schnellem Internet Veränderung
2020 93,6 %
2021 96,4 % +2,8 Prozentpunkte
2021 (ländliche Gebiete, ≥ 50 Mbit/s) 95,1 %

Breitbandausbau der Telekom

Die Deutsche Telekom ist eines der größten Telekommunikationsunternehmen in Deutschland und treibt den Breitbandausbau aktiv voran. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2024 eine flächendeckende Versorgung mit mindestens 50 Mbit/s zu erreichen.

Dazu investiert die Telekom in den Ausbau ihrer Infrastruktur, insbesondere in den Glasfaserausbau (FTTH/FTTB: Glasfaser direkt bis zum Haus oder Keller). 2020 hat die Telekom angekündigt, bis 2025 rund 2,5 Millionen Haushalte mit Glasfaserleitungen zu versorgen.

Die Telekom nimmt dabei an verschiedenen Förderprogrammen der Bundesregierung teil.

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Internetanbieter, die am Breitbandausbau mitwirken

Neben der Deutschen Telekom gibt es auch andere Anbieter, die den Breitbandausbau in Deutschland mitgestalten.

  1. Einer der größten ist Vodafone, der bereits 13 Millionen Haushalte mit schnellem Internet versorgt;
  2. ein weiterer wichtiger Anbieter ist Unitymedia;
  3. auch 1&1, O2 und die Deutsche Glasfaser sind am Ausbau beteiligt.

Neben privaten Initiativen beteiligen sich auch öffentliche Stellen, allen voran die Bundesregierung, über Förderprogramme am Breitbandausbau.

Die Bundesregierung fördert den Breitbandausbau gezielt — vor allem in ländlichen Gebieten, in denen der Ausbau wirtschaftlich unrentabel ist.

2015 startete sie das Förderprogramm „Breitbandausbau in der Bundesrepublik Deutschland" mit insgesamt 10 Milliarden Euro. Es unterstützt Investitionen in den Ausbau von Glasfasernetzen, Kabelnetzen (Koaxialkabel, das TV-Kabelnetz) und anderen Technologien.

Ein weiteres Instrument ist die digitale Dividende: freigewordene Frequenzbänder, die für den Ausbau von Breitbandnetzen genutzt werden können. Die Bundesnetzagentur vergibt diese Frequenzen an die Anbieter und stellt damit zusätzliche Kapazitäten bereit.

Kritik an dem Breitbandausbau in Deutschland

Der Breitbandausbau kommt voran, zieht aber auch Kritik an Geschwindigkeit und Effektivität auf sich.

  • Viele ländliche Gebiete sind nach wie vor nicht mit einer schnellen und zuverlässigen Internetverbindung ausgestattet;
  • kritisiert wird auch die Marktdominanz der Deutschen Telekom — Kritiker fordern stärkeren Wettbewerb;
  • im internationalen Vergleich geht der deutsche Breitbandausbau zu langsam voran, was langfristig negative Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft haben könnte.

Ookla Market Report über den Breitbandausbau in Deutschland

Das bestätigt auch der Ookla Market Report für das vierte Quartal 2024. Ookla veröffentlicht vierteljährlich einen weltweiten Bericht zu Breitband, Mobilfunk und Anbietern.

Bei Breitbandinternet landete Deutschland im Ländervergleich — gemessen an Download- und Upload-Geschwindigkeit sowie Latenzzeit — auf Platz 48. Berlin und Hamburg sind die beiden deutschen Städte mit der besten mobilen und Breitband-Leistung.

Auch bei der Netzabdeckung gibt es Lücken: Besonders in Süddeutschland (Baden-Württemberg und Bayern) herrscht häufiger kein Mobilfunkempfang als in anderen Bundesländern. In ländlichen Regionen fehlt oft ein flächendeckendes Signal — sogenannte „weiße Flecken".

Ookla Market Report über den Breitbandausbau in Deutschland
Kennzahl (Q4 2024) Ergebnis für Deutschland
Platzierung im Ländervergleich (Breitband) Platz 48
Beste deutsche Städte (mobil + Breitband) Berlin und Hamburg
Schlechte Netzabdeckung („weiße Flecken") Süddeutschland (Baden-Württemberg, Bayern), ländliche Regionen

Häufig gestellte Fragen zum Breitbandausbau

Bis zum Jahr 2025 soll flächendeckend eine Breitbandversorgung mit mindestens 50 Mbit/s gewährleistet sein.

Im Jahr 2021 hatten bereits 96,4 % der Haushalte Zugang zu schnellem Internet — ein Anstieg um 2,8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. In ländlichen Gebieten lag der Anteil bei 95,1 % mit mindestens 50 Mbit/s.

Neben der Deutschen Telekom sind Vodafone (13 Millionen versorgte Haushalte), Unitymedia, 1&1, O2 sowie die Deutsche Glasfaser beteiligt.

Bei der digitalen Dividende handelt es sich um freigewordene Frequenzbänder, die für den Ausbau von Breitbandnetzen genutzt werden können. Die Bundesnetzagentur vergibt diese Frequenzen an die Anbieter.

Deutschland landete im Ländervergleich (Download- und Upload-Geschwindigkeit sowie Latenzzeit) auf Platz 48. Berlin und Hamburg sind die beiden deutschen Städte mit der besten mobilen und Breitband-Leistung.