Voraussetzung für die DSL-Installation an der Dose
Bevor Sie mit DSL Internet in Ihrem Heimnetzwerk surfen können, müssen Sie den Anschluss einrichten. Für die Installation müssen allerdings vorab einige Bedingungen gegeben sein:
- TAE-Dose;
- Stromversorgung;
- DSL-Hardware;
- PC oder Laptop.
Die Hardware wird im Normalfall vom Anbieter zur Verfügung gestellt und zugesandt. Falls Sie sich für einen Tarif ohne Hardware entschieden haben, müssen Sie sich selbst ein Gerät Ihrer Wahl besorgen. Beachten Sie dazu, welche Telefone oder Geräte noch angeschlossen werden sollen.
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DSL an Dose anschließen — so geht's
Erfahren Sie nachfolgend detailliert mehr über die einzelnen Schritte, die es bei der DSL-Installation zu beachten gilt.
1. Schritt
Nehmen Sie die Hardware aus der Verpackung. Überprüfen Sie, bevor Sie mit der Installation beginnen, die Vollständigkeit des Lieferumfangs. Nichts ist schlimmer, als dass sich während der Installation herausstellt, dass ein benötigtes Kabel fehlt.
Nehmen Sie hierzu alle Artikel aus dem Karton und legen Sie diese übersichtlich wie im nachfolgenden Bild hin:
- DSL-Hardware;
- DSL-Kabel;
- Netzwerkkabel;
- Netzteil;
- Handbuch;
- Zugangsdaten.
2. Schritt
Entfernen Sie, falls bereits vorhanden, die Telefonkabel und die angeschlossenen Telekommunikationsgeräte aus der TAE-Dose. Beachten Sie, dass für die DSL-Installation die Telefondose für den Hauptanschluss verwendet wird. Diese hat keine Nebenstellen, da das die Leistung der Leitung beeinträchtigen kann. Danach sollten die drei Anschlüsse der TAE-Dose frei zugänglich sein.
3. Schritt
Nehmen Sie das DSL-Kabel zur Hand. Hier ist es das graue Kabel, das mit einer grünen Banderole und der Aufschrift DSL-Kabel versehen ist.
Falls das bei Ihnen nicht der Fall ist, gibt es keinen Grund zur Panik. Man kann das Kabel sehr leicht erkennen: An dem einen Ende befindet sich ein Telefonstecker (F-codiert), am anderen Ende ein Netzwerkstecker (RJ-45).
Den Telefonstecker verbinden Sie mit der Telefondose. Der Stecker sollte dabei nur in der Mitte passen, da bei einer handelsüblichen TAE-Dose (NFN) nur dieser F-codiert ist. Das Ende mit dem Netzwerkstecker wird mit der DSL-Hardware im Steckplatz mit der Aufschrift „DSL" (evtl. auch „DSL/TEL") verbunden.
Was ist eine TAE-Dose? Eine TAE-Dose verfügt über drei Steckplätze, die unterschiedlich codiert sind. Die beiden äußeren Steckplätze übertragen nur Datensignale für Fax oder Anrufbeantworter (N-codiert = nicht Fernsprechen, also Nebengerät). Der in der Mitte befindliche Steckplatz hat die F-Codierung und steht für Fernsprechen = Telefoniegeräte.
4. Schritt
Schließen Sie nun die analogen Telefone oder einen Anrufbeantworter an. Dazu können Sie entweder die Telefondosen oder RJ-11 Steckplätze nutzen, die sich direkt an der DSL-Hardware befinden. Beide Möglichkeiten tragen die Aufschrift „FON1 und FON2".
Welche Sie verwenden, hängt von den bereits vorhandenen Geräten und deren Anschluss ab. Bei ISDN-Telefonen oder ISDN-Anlagen werden die Geräte über den Anschluss „FonSo" verbunden.
Hinweis: Falls Sie über weitere TAE-Dosen (Nebenstellen) verfügen, wird dort kein Telefon mehr eingesteckt. Außer es handelt sich um einen alten Anschluss. Das Beispiel gilt für einen Voice-over-IP-Anschluss (laut Telekom: moderner Anschluss).
5. Schritt
Nachdem Sie nun das DSL-Kabel und die Telefone angeschlossen haben, stellen Sie eine Verbindung zum PC, Tablet oder Laptop her. Diese Kabel sind meistens gelb oder rot. Das erkennen Sie auch daran, dass das Kabel an jedem Ende über einen Netzwerkstecker verfügt (RJ-45). Verbinden Sie die Netzwerkkarte Ihres PCs mit dem LAN1-Anschluss der DSL-Hardware.
Wichtig: Zum Einrichten via WLAN müssen Sie erst die Netzwerkverbindung mittels WLAN-Netzwerkschlüssel (DSL-Hardware Unterseite) herstellen.
6. Schritt
Jetzt nehmen Sie das Gerät in Betrieb. Überprüfen Sie vorher an allen Steckverbindungen, ob diese festsitzen und eingerastet sind.
Verbinden Sie das Netzkabel mit dem Steckplatz „Power" und stecken Sie das Netzteil in die Steckdose. Wenn Strom anliegt, sollten alle LED am Gerät einmal kurz aufleuchten, bevor die Power/DSL-Leuchte anfängt zu blinken und die Anlage mit der Vermittlungsstelle synchronisiert. Das kann bis zu 10 Minuten dauern.
7. Schritt
Richten Sie nun die Anlage ein und schalten Sie sie frei: Nehmen Sie dazu die Zugangsdaten zur Hand. Öffnen Sie den Internetbrowser, falls dieser sich nicht automatisch öffnet. Geben Sie http://fritz.box (1) in die Browserleiste ein.
Da die meisten Internetanbieter das Einrichten der DSL-Hardware erleichtern wollen, versehen sie das Gerät mit einem sogenannten Start-Code (2). Diesen finden Sie in den Zugangsunterlagen. Geben Sie diesen Code auf der Einrichtungsseite ein — dadurch wird automatisch die beim Vertrag angegebene Telefonnummer eingerichtet.
8. Schritt
Vor Abschluss der Einrichtung haben Sie noch die Möglichkeit, die DSL-Hardware mit einem Passwort (3) zu schützen. Machen Sie davon Gebrauch, damit niemand unbefugt in Ihr Netzwerk eindringen kann.
9. Schritt
Nachfolgend sehen Sie die gesamte Verbindungsübersicht der angeschlossenen Geräte mit den Rufnummern, WLAN-Geräten und natürlich der DSL-Verbindung. Speichern Sie die Einstellungen und verlassen Sie die Einrichtungsseite.
Was ist, wenn die DSL-Dose im Keller liegt?
Im besten Fall sollte der Router zentral in Ihrer Wohnung bzw. Ihrem Haus platziert sein, um eine flächendeckende Internetverbindung sicherzustellen. Wenn der Router an die TAE-Dose im Keller angeschlossen werden muss, haben Sie vier alternative Optionen:
- Die Dose vom Techniker verlegen lassen;
- selbstständig eine RJ45 (LAN)-Dose neben der TAE-Dose installieren;
- einen VDSL-Router/Modem nebendran anschließen, der über einen DLAN-Adapter das Internetsignal über das Stromnetz in die jeweiligen Zimmer befördert;
- Repeater einsetzen, um das WLAN-Signal nach oben zu bringen.
DSL TAE Dose erfolgreich nutzen
Damit haben Sie die DSL-Installation erfolgreich abgeschlossen und Ihr Anschluss ist nun voll einsatzbereit. Hoffentlich konnten Sie dadurch die Kosten für einen Techniker sparen.
Wenn Ihr Internetsignal nicht ausreichend ist, um den gesamten Wohnraum zu erreichen, können Sie optional einen Verstärker einsetzen.