LTE: Kooperation zwischen Telefónca O2 und Vodafone in Großbritannien


In Großbritannien wollen Vodafone und Telefónica O2 gemeinsam für einen schnelleren LTE-Ausbau sorgen. Aus diesem Grunde verschmelzen wichtige Teile der Mobilfunknetz-Infrastruktur der beiden Unternehmen.

Gemeinsamer Netzausbau geplant

Wie die beiden Firmen nun mitteilten, wird ein wichtiger Teil der Infrastruktur der jeweiligen Netzwerke in das Gemeinschaftsunternehmen eingebracht. Dazu gehören beispielsweise auch 18.500 Sendemasten. Dadurch soll sich die Netzqualität für die Mobilfunkteilnehmer schon im Laufe dieses Jahres erhöhen. Innerhalb von Gebäuden soll die Abdeckung von 2G und 3G somit bei 98 Prozent in Großbritannien liegen. Keine Verbesserung wird es hingegen aber beim Roaming zwischen den beiden Netzen geben, da die Anrufe von Vodafone und O2 weiterhin getrennt abgewickelt werden.

Kooperation soll insbesondere LTE voranbringen

Die Zusammenarbeit der beiden Firmen erfolgt jedoch insbesondere mit Blick auf den Start von LTE auf der britischen Insel. Denn in Großbritannien gibt es die Vorgabe der lokalen Regierungsbehörde, dass bis zum Jahr 2017 rund 98 Prozent der Bevölkerung Anschluss ans LTE-Netz finden müssen. Durch die Kooperation wird der Ausbau von 4G in Großbritannien beschleunigt, wie die beiden Unternehmen nun mitteilten.

Schon 2009 startete Zusammenarbeit zwischen O2 und Vodafone

Die Zusammenarbeit bei der Infrastruktur ist für die beiden Unternehmen nichts Neues. Denn schon 2009 teilten sich O2 und Vodafone erstmals Mobilfunkmasten, um damit eine Kostenersparnis zu erreichen. Mit dem neuen Abkommen wird nun erhofft, dass die Anzahl dieser Masten um zehn Prozent gesenkt werden kann.

Der Mobilfunkprovider Vodafone verfügt nach eigenen Angaben über das größte LTE-Netz in Deutschland. Inzwischen kann der vierte Mobilfunkstandard demnach in jeder deutschen Großstadt genutzt werden. Insgesamt handelt es sich hierbei um insgesamt 81 Städte in Deutschland, in denen mindestens 100.000 Einwohner leben. Darüber hinaus ließ der Mobilfunkanbieter wissen, dass es bei den Städten von mehr als 50.000 Einwohnern insgesamt schon über 160 Städte in Deutschland sind, die das LTE-Netz von Vodafone nutzen können. Rund 50 Millionen Deutsche könnten damit theoretisch mit LTE des Anbieters unterwegs sein. Über zwei Drittel der Fläche von Deutschland sind von dem Provider demnach mit der vierten Mobilfunkgeneration versorgt inzwischen. Den eigenen Angaben zufolge hat Vodafone innerhalb von einem Jahr die Abdeckung und Reichweite von LTE mehr als verdoppelt.

Abdeckung in den Großstädten teilweise noch mangelhaft

Allerdings gibt es natürlich Einschränkungen zu diesen Aussagen von Vodafone. So kann beispielsweise LTE nicht an jedem Winkel dieser Großstädte genutzt werden, in manchen Metropolen ist die Abdeckung sogar noch recht dürftig. Immerhin aber gibt es in allen der Städte zumindest einige Stellen, an denen mit dem schnellen Datennetz gesurft werden kann. Bis sämtliche deutschen Städte zu 100 Prozent mit dem vierten Mobilfunkstandard versorgt sind, dürfte noch einige Zeit vergehen.

Vodafone setzt auf 800 und 2.600 MHz Frequenzen

Bekanntlich soll Long Term Evolution für Download-Raten von bis zu 100 Megabit in der Sekunde sorgen. Tatsächlich liegen die Werte aber bislang in der Praxis noch teilweise weit unter den 100 Mbit/s. Auf dem Land versorgt Vodafone die User auf der 800-MHz-Frequenz. Dagegen kommt LTE in der Stadt mit 2.600 MHz zum Einsatz, damit so viele User wie möglich in einer Funkzelle versorgt werden können. Dagegen setzt die Deutsche Telekom beispielsweise insbesondere auf die 1.800 MHz-Frequenz, damit auch das Apple iPhone und iPad mit dem vierten Mobilfunkstandard vom Bonner Provider vertrieben werden können.

Der Mobilfunkprovider Vodafone treibt den Ausbau seines LTE-Netzes voran. Im März des kommenden Jahres sollen rund 26 Millionen Haushalte in Deutschland die vierte Mobilfunkgeneration nutzen können.

Über 40 Prozent Fläche in Deutschland bereits abgedeckt

Aktuell hat Vodafone 2.700 Basisstationen in Betrieb. Damit erreicht der Provider aus Düsseldorf im Moment über 14 Millionen Haushalte in Deutschland mit LTE. Dabei sind mehr als 40 Prozent der Fläche Deutschlands abgedeckt. Insgesamt verzeichnet der Konzern nach eigenen Angaben zum jetzigen Zeitpunkt 160.000 LTE-Kunden.

2013 UMTS und LTE für 90 Prozent in Deutschland

Hierbei kommt insbesondere der Frequenzbereich 800 MHz zum Einsatz. In diesem sind Datenübertragungsraten von bis zu 50 MBit pro Sekunde im Downstream möglich. Die tatsächlich verfügbare Bandbreite hängt aber natürlich vom entsprechenden Tarif ab und liegt teilweise deutlich darunter. Bis zum März des kommenden Jahres sollen nach dem Willen von Vodafone gut 26 Millionen Haushalte mit LTE versorgt sein. Darüber hinaus soll für mehr als 90 Prozent der Bevölkerung in Deutschland ein mobiler Breitbandanschluss von Vodafone zur Verfügung stehen, der auf UMTS oder LTE basiert.

LTE mit 100 MBit Datenvolumen in Großstädten

In den Innenstädten der deutschen Großstädte wie Berlin oder München will Vodafone demnächst auch LTE im Frequenzbereich 2.600 MHz zur Verfügung stellen. Damit sind dann Datenübertragungsraten von bis zu 100 MBit pro Sekunde möglich. Bisher versorgt der Düsseldorfer Konzern den eigenen Angaben zufolge 52 Städte mit mehr als 50 Prozent mit LTE.

Vodafone Verfügbarkeitscheck

Können Sie schon die neue Mobilfunkgeneration von Vodafone nutzen? Prüfen Sie doch einfach die Verfügbarkeit von LTE an ihrem Standort. Falls vor Ort noch kein LTE-Netz vorhanden ist können Sie sich kostenlos vormerken lassen. Dann erhalten Sie von Vodafone eine Info per E-Mail darüber wann LTE verfügbar ist.

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