Höhere Geschwindigkeiten
Eine Eins-zu-Eins-Verbindung über die Steckdose überträgt Daten wesentlich schneller als ein LTE-Netz – ohne Unterbrechungen durch physische Hindernisse.
Mehr Sicherheit
Ein Signal über ein fest verdrahtetes Kabel ist schwerer zu hacken und abzufangen als ein Signal über das Mobilfunknetz.
Was ist ein Kabel-Router und wie funktioniert er?
Wenn Sie zuhause über einen DSL- oder Fernseh-Internetanschluss verfügen, haben Sie mit Sicherheit einen Kabel-Router (LAN-Router). Dabei wird ein Kabel an die entsprechende Steckdose angeschlossen und der Kabel-Router stellt danach eine Verbindung zum Internet her.
Ein Router ist ein Gerät, das als Verbindung zwischen zwei Netzwerken dient. Der Kabelnetzbetreiber hat in diesem Fall ein Netz, das Ihren Internetanschluss umfasst. Das andere Netz besteht aus Ihrem Laptop, Handy und weiteren Endgeräten. Der Router verbindet diese beiden Netzwerke miteinander und ermöglicht den Austausch von Informationen.
Wenn Sie beispielsweise zwei Computer in Ihrem Heimnetzwerk haben und mit dem einen auf die freigegebenen Bilddateien des anderen zugreifen möchten, empfängt der Router die Informationsanforderung des ersten Computers und leitet sie an den zweiten weiter.
Wenn der zweite Computer versucht, eine Webseite aufzurufen, sendet der Router die Anfrage an den Internetanbieter. Sobald dieser die Daten der Webseite zurücksendet, leitet der Router sie an das Gerät weiter.
Gut zu wissen: Ein Kabel-Router verbindet zwei Netzwerke – das Netz Ihres Anbieters und Ihr Heimnetz – und ermöglicht den Austausch von Informationen zwischen beiden.
Verschiedene Kabel – Router-Verkabelung in der Übersicht
Koaxial-, Twisted-Pair- und Glasfaserkabel sind die drei gängigsten Kabel für die Internetverbindung. Twisted-Pair ist der häufigste Verkabelungstyp in modernen LANs, während Glasfaser (FTTH/FTTB) insbesondere in Hochleistungsnetzwerken zunimmt.
Die wichtigsten Unterschiede im Überblick:
| Kabeltyp | Merkmale | Geschwindigkeit |
|---|---|---|
| Koaxial | Innenleiter mit Isolierschicht und leitender Abschirmung; Varianten Thinnet und Thicknet | 10 Mbit/s |
| Twisted-Pair | Vier paarweise verdrillte Drähte; in modernen LANs weit verbreitet | Standard in modernen LANs |
| Glasfaser (FTTH) | Lichtwellenleiter mit biegsamem Mantel; unempfindlich gegen Störungen | Sehr hoch (höhere Kosten) |
Koaxialkabel im Überblick
Ein Koaxialkabel hat einen Innenleiter in der Mitte, der von einer Isolierschicht und einer leitenden Abschirmung umgeben ist – das macht es resistent gegen externe Störungen.
Es gibt zwei Varianten: Thinnet und Thicknet. Die maximale Übertragungsgeschwindigkeit beträgt bei beiden Typen 10 Mbit/s. Koaxialkabel wurden in Computernetzwerken weitgehend von Twisted-Pair-Kabeln abgelöst.
Twisted-Pair-Verkabelung – besonders häufig genutzt
Twisted-Pair-Kabel bestehen aus vier paarweise verdrillten Drähten, die externe Störungen abschirmen. Diese Form der Verkabelung ist in modernen LANs weit verbreitet und eignet sich sowohl für die Telefon- als auch für die Netzwerkverkabelung.
Glasfaser-Kabel für Router in der Übersicht
Glasfaser-Verkabelung (FTTH) überträgt Daten über Lichtwellenleiter. Die Fasern sind von einem biegsamen Mantel umhüllt und unempfindlich gegen elektromagnetische Störungen. Die Übertragungsgeschwindigkeiten liegen weit über denen von Kupferkabeln – der Nachteil sind die höheren Installationskosten.
Vorteile von Kabel-Routern mit direkter Ethernet-Verbindung
Ein Kabel-Router bietet gegenüber mobilen Alternativen mehrere handfeste Vorteile. Internet per Satellit oder Mobilfunk ist meist nur dann eine Option, wenn vor Ort keine schnelle Kabelverbindung verfügbar ist.
1. Höhere Gesamtgeschwindigkeiten
Kabelgebundene Netze sind beim Durchsatz gegenüber Mobilfunknetzen im Vorteil. Wer ein Gerät direkt an den Kabel-Router anschließt, stellt eine Eins-zu-Eins-Verbindung über die Steckdose her – ohne Konkurrenz durch physische Hindernisse oder andere Funkgeräte.
Eine direkte Verbindung überträgt Daten schneller als ein LTE-Netz. Drahtlose Signale werden durch äußere Faktoren wie Wände oder Geräteinterferenz gedrosselt.
2. Mehr Sicherheit
Auch wenn sich WiFi-Sicherheitsprotokolle verbessert haben, bleibt ein Internetanschluss über Kabelverbindung sicherer. Ein Signal über ein fest verdrahtetes Kabel ist schwerer abzufangen als ein Mobilfunksignal.
3. Breite Geräteunterstützung
Viele Geräte unterstützen Ethernet-Verbindungen – die Einrichtung beschränkt sich auf das Einstecken des Kabels. Besonders im Homeoffice sorgt das für ein stabiles Arbeitserlebnis ohne Funklöcher.
4. Zuverlässige Verbindung
Mobilfunkverbindungen sind anfällig für unterbrochene Signale und Störungen, während Ethernet eine konsistente Verbindung mit stabiler Geschwindigkeit bietet.
5. Geringere Latenz
Latenz (Ping) bezeichnet die Zeit, die Daten benötigen, um vom Gerät zum Internet und zurückzugelangen. Eine niedrige Latenz bedeutet schnellere Reaktionszeiten – relevant für Online-Gaming, Videokonferenzen und große Downloads.
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Beste Kabel-Router – wie finde ich das richtige Modell?
Bei der Wahl eines neuen Kabel-Routers lohnt sich ein Blick auf unabhängige Tests. Die folgenden fünf Kriterien helfen bei der Entscheidung:
- Geschwindigkeit
- Sicherheit
- WAN-Verbindung
- Einrichtung
- Kompatibilität mit Ihrem Internetanbieter (z. B. Vodafone Kabel)
LAN-Router konfigurieren
Haben Sie sich für einen Kabel-Router als Hardware für Ihren DSL-Anschluss entschieden? In der Regel erhalten Sie den Router bereits vorkonfiguriert von Ihrem Anbieter oder richten ihn gemeinsam mit dem Kundenservice ein. Es gibt zwei Konfigurationswege: dynamisch oder über den Browser.
Achtung: Vor Beginn der Konfiguration sollten alle Geräte stromlos sein.
Zur Inbetriebnahme verbinden Sie den Kabel-Router mit dem Splitter und dem PC: Das dünne LAN-Kabel kommt in die Telefonbuchse des Splitters, das andere Kabel in den PC. Nach dem Einschalten zeigen LED-Leuchten am Router den Betriebsstatus an.
Dynamische Konfiguration des LAN-Routers
Die dynamische Konfiguration ist heute der Standardweg. Sie benötigen lediglich ein kompatibles Betriebssystem. Während der Einrichtung fragt der Router Provider-Daten ab (z. B. IP-Adresse, Zugangscode). Zur Kontrolle unter Windows gehen Sie so vor:
- Öffnen Sie über das Windows-Symbol den Bereich Netzwerk.
- Die Anzeige „LAN-Verbindung hergestellt" bestätigt den Erfolg.
- Per Rechtsklick auf die Anzeige und Auswahl von „Eigenschaften" prüfen Sie die Einstellungen.
- Kontrollieren Sie, ob IP-Adresse und DNS-Serveradresse automatisch bezogen wurden.
- Fortgeschrittene können die Verbindung per PING an die Router-IP-Adresse testen.
Kabel-Router über den Browser konfigurieren
Wenn eine dynamische Konfiguration nicht möglich ist, erfolgt sie über einen Browser (z. B. Firefox oder Google Chrome):
- Öffnen Sie den Browser und rufen Sie unter „Extras" die Verbindungseinstellungen auf.
- Unter dem Reiter „Verbindungen" den Hinweis „Keine Verbindung wählen" aktivieren.
- Wechseln Sie über „Einstellungen" zu den LAN-Einstellungen.
- Die weiteren Schritte entnehmen Sie dem Handbuch Ihres Kabel-Routers.