DSL-, ADSL-, SDSL- und VDSL-Anschlüsse im Vergleich

DSL / ADSL

bis 16 Mbit/s

Download (Standard)

ADSL2

bis 24 Mbit/s

Höhere Übertragungsraten

SDSL

25 Mbit/s

Symmetrisch (Up = Down)

VDSL

bis 100 Mbit/s

10–40 Mbit/s im Upload

A

ADSL — Asymmetrisch

Asynchrone Übertragung: Download schneller als Upload. Standard-DSL für Otto-Normal-Verbraucher.

  • Download bis 16 Mbit/s (ADSL2 bis 24 Mbit/s)
  • Upload bis 2,8 Mbit/s
  • Über klassische Kupferkabel
  • Günstigste DSL-Variante
V

VDSL — Very High Speed

„Sahnebonbon" der DSL-Arten: höchste Übertragungsgeschwindigkeit über Kupfer- und Glasfaserkabel.

  • Download bis 100 Mbit/s
  • Upload 10–40 Mbit/s
  • Asymmetrischer Standard
  • Ideal für Mehrpersonenhaushalte

Unterschiede zwischen DSL, ADSL, SDSL & VDSL

Wer sich mit der Thematik ein wenig auskennt, wird hier schnell fündig und somit auch zeitnah mit dem passenden Produkt versorgt. Anders sieht es hingegen aus, wenn man mit den Internetbegriffen wie DSL, Übertragungsraten, Upload und Download überhaupt nichts anfangen kann. Und dann kommen ja auch noch Begriffe wie ADSL, SDSL und VDSL dazu.

Denn es gibt natürlich nicht nur den einen DSL-Anschluss, sondern noch weitaus mehr Varianten, wie DSL zum Kunden gelangt. Worin sich diese unterscheiden und welche Variante für Sie die Beste ist, möchten wir in diesem Beitrag klären.

Unterschiede zwischen DSL, ADSL, SDSL & VDSL
Variante Download Upload Symmetrie Leitung
DSLbis 16 Mbit/sStandardKupfer / Glasfaser
ADSLbis 16 Mbit/sbis 2,8 Mbit/sAsymmetrischKupfer
ADSL2bis 24 Mbit/shöherAsymmetrischKupfer
SDSL25 Mbit/s25 Mbit/sSymmetrischReine Datenleitung
VDSLbis 100 Mbit/s10–40 Mbit/sAsymmetrischKupfer + Glasfaser

Was ist DSL?

Das Breitbandinternet DSL (Digital Subscriber Line, dt.: Digitale Teilnehmeranschlussleitung) ist der Standard, wenn es um das Surfen im Internet geht. DSL-Tarife werden dabei meist über Kupferkabel realisiert — in vielen Orten bereits auch über Glasfaser-Leitungen (FTTH, Fiber to the Home), da Kupferkabel nach und nach ersetzt werden.

DSL kann im Prinzip jeder nutzen, der einen analogen oder ISDN-Telefonanschluss besitzt. Datenübertragungsraten von bis zu 16 Mbit/s sind beim Standard-DSL üblich — die langsamste, aber günstigste Variante.

Was ist ADSL?

Das „A" steht beim ADSL für „asymmetric" (asymmetrisch): Download- und Upload-Geschwindigkeit sind unterschiedlich. Der Download erhält dabei mehr Bandbreite (Übertragungskapazität) als der Upload. ADSL bietet Download-Geschwindigkeiten bis 16 Mbit/s.

Im Upload sind bis zu 2,8 Mbit/s möglich — daraus ergibt sich die Asymmetrie. ADSL2 verbessert dies auf bis zu 24 Mbit/s im Download.

SDSL: Definition

Das „S" steht beim SDSL für „symmetric" (symmetrisch): Senden und Empfangen laufen gleich schnell. SDSL ist damit das Gegenstück zu ADSL. Die Geschwindigkeit liegt in der Regel bei 25 Mbit/s in beide Richtungen.

Gegenüber ADSL punktet SDSL bei Upload-intensiven Aufgaben. Der Nachteil: gleichzeitig telefonieren und Daten übertragen ist nicht möglich — SDSL ist eine reine Datenleitung.

Was ist VDSL?

VDSL steht für „Very High Speed Digital Subscriber Line" und bietet die höchsten Geschwindigkeiten unter den DSL-Varianten. Während Standard-DSL nur Kupferkabel nutzt, überträgt VDSL Daten über eine Kombination aus Kupfer- und Glasfaserkabeln.

Das ermöglicht bis zu 100 Mbit/s im Download und 10–40 Mbit/s im Upload. Wie ADSL ist VDSL ein asymmetrischer Übertragungsstandard.

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Für wen eignet sich welche DSL-Variante?

Nachdem Sie wissen, was es mit den einzelnen DSL-Varianten auf sich hat und worin sie sich unterscheiden, kommt die entscheidende Frage: Welche passt zu Ihrem Bedarf?

DSL vs ADSL

Für normale Haushalte reicht ein DSL/ADSL-Anschluss in den meisten Fällen aus. Wenn Sie hauptsächlich im Internet surfen, E-Mails schreiben, online shoppen oder gelegentlich Fotos und Videos versenden, sind Sie mit DSL bzw. ADSL gut aufgestellt.

Auch für kleinere Unternehmen, Praxen und Selbstständige, die vor allem surfen, E-Mails schreiben und Daten abrufen, ist DSL/ADSL in der Regel ausreichend.

Wofür ist SDSL gut?

Wenn Sie privat oder geschäftlich häufig große Datenmengen hochladen, ist ein SDSL-Anschluss die richtige Wahl. SDSL eignet sich besonders für Voice-over-IP-Telefonie, da dabei große Datenmengen kontinuierlich in beide Richtungen fließen.

Gut zu wissen: VoIP über DSL hat stark zugenommen. Im Jahr 2020 gab es laut Statista rund 27,8 Millionen Sprachzugänge über entbündelte DSL-Anschlüsse in Deutschland. SDSL wird vor allem von Unternehmen genutzt, die regelmäßig größere Datenmengen hochladen.

VDSL: Anwendung und Vorteile

VDSL eignet sich vor allem für Familien, Wohngemeinschaften und andere Mehrpersonenhaushalte, in denen mehrere Personen gleichzeitig das Internet nutzen — zum Streamen, für Videotelefonie, HDTV oder Cloud-Dienste.

Gleichzeitig telefonieren, streamen und surfen ist mit VDSL problemlos möglich.

Ist VDSL gleich Glasfaser?

Nein — aber VDSL nutzt Glasfaser auf einem Teil der Strecke. Während Standard-DSL Daten über Kupferkabel überträgt, basiert VDSL auf einer Glasfaserverbindung bis zur Verteilerstation. Das letzte Stück zum Haus läuft dann noch über die klassische Festnetzleitung (Kupfer).

Reine Glasfaseranschlüsse (FTTH — Fiber to the Home) führen die Glasfaser direkt bis ins Gebäude und sind damit schneller. VDSL ist verfügbar hauptsächlich in städtischen und suburbanen Gebieten — der Ausbau läuft noch.

VDSL Verfügbarkeit

Um die Verfügbarkeit an Ihrem Wohnort zu prüfen, bieten Anbieter einen kostenlosen VDSL-Check per Festnetznummer oder Adresse an.

Die tatsächlich verfügbare Bandbreite (Drosselung durch Leitungsqualität) lässt sich erst nach einem Test der sogenannten „letzten Meile" bestimmen — diesen führt der Provider nach Beauftragung durch.

ADSL, VDSL und Co.: Verfügbarkeit prüfen und Angebote vergleichen

Prüfen Sie zuerst, welche Technologien an Ihrer Adresse verfügbar sind — VDSL ist noch nicht flächendeckend ausgebaut. Führen Sie anschließend einen DSL-Speedtest durch, um zu sehen, ob die beworbene Geschwindigkeit an Ihrem Anschluss auch tatsächlich ankommt.

Dann lohnt sich ein Tarifvergleich: DSL-Tarife unterscheiden sich teils deutlich in Preis, Mindestvertragslaufzeit (üblicherweise 24 Monate) und enthaltenen Leistungen.

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Häufig gestellte Fragen zu DSL-Varianten

ADSL bietet Download-Geschwindigkeiten bis 16 Mbit/s und Upload bis 2,8 Mbit/s über Kupferkabel. VDSL erreicht bis zu 100 Mbit/s im Download und 10–40 Mbit/s im Upload über eine Kombination aus Kupfer- und Glasfaserkabeln. Beide sind asymmetrisch, VDSL ist deutlich schneller.

Nein. VDSL basiert auf einer Glasfaserverbindung, doch die klassische Festnetzleitung wird für das letzte Stück von der Verteilerstation zum Haus verwendet. Reine Glasfaser-Anschlüsse führen die Faser bis ins Gebäude.

SDSL ist symmetrisch (25 Mbit/s in beide Richtungen) und besonders geeignet für Voice-over-IP-Telefonie und Unternehmen, die häufig große Datenmengen versenden. Nachteil: gleichzeitig telefonieren und Daten übertragen ist nicht möglich — es ist eine reine Datenleitung.

Anbieter bieten einen kostenlosen VDSL-Check per Festnetznummer oder Adresse an. Eine definitive Aussage über die tatsächlich verfügbare Bandbreite kann jedoch erst nach einem Test der sogenannten „letzten Meile" gemacht werden, den der Provider nach Beauftragung durchführt.