Mai 2013

Telekom kündigt DSL-Drosselung an

200.000

Ziel-Unterstützer der Petition von Malte Götz

2 Mbit/s

Gelockerte Drosselgrenze (statt 384 Kbit/s)

Oktober

Gerichtsurteil: Telekom darf Daten nicht drosseln

Was ist eine DSL-Drosselung?

"DSL-Drosselung" bedeutet in anderen Worten, dass Sie ab dem Zeitpunkt der Drosselung mit einer sehr langsamen Internetgeschwindigkeit surfen. Dabei können schon Sprachnachrichten in Messengern oder Fotos auf Social Media ein Vielfaches länger benötigen, um zu laden.

Zu einer Drosselung kommt es, wenn Sie Ihr monatliches Datenvolumen (das vertraglich vereinbarte monatliche Datenkontingent) ausgeschöpft haben. Die Drosselung hält so lange an, bis der Zeitraum vorbei ist. Viele Provider bieten ihren Kunden daher die Option, noch während der aktuellen Laufzeit zusätzliches Datenvolumen hinzuzubuchen.

So wirkt sich eine Drosselung aus

Sobald das monatliche Datenvolumen ausgeschöpft ist, surfen Sie spürbar langsamer — selbst Sprachnachrichten oder Social-Media-Fotos brauchen ein Vielfaches länger zum Laden. Die Drosselung läuft erst mit dem nächsten Abrechnungszeitraum aus.

Darf DSL gedrosselt werden?

Drosselungen treffen heutzutage allerdings nur auf Mobilfunktarife zu, denn die Mehrheit der DSL-Tarife ist nicht an eine Datendrosselung gebunden. Wer einen Mobilfunk-Vertrag abschließt, der wird abgesehen von den Angaben zur maximalen Download- und Upload-Geschwindigkeit also auch Angaben für das Tempo nach der Drosselung finden.

Doch so war es nicht immer: Der bekannteste Fall war im Mai 2013 die Bekanntgabe der Telekom über eine Drosselung der DSL-Tarife. Dies sorgte für viel Aufsehen — eine deutschlandweite Petition war die Reaktion der Kunden.

Telekom kündigt im Mai 2013 DSL-Drosselung an

Kaum waren die Pläne der Deutschen Telekom über die Einführung einer DSL-Drosselung publik geworden, kam es zu massiven Protesten.

Neben einem Boykottaufruf wurde eine Petition ins Leben gerufen. Der Initiator Malte Götz argumentierte mit der Verletzung der Netzneutralität (dem Grundsatz, dass alle Datenpakete im Internet gleichbehandelt werden): Die Telekom müsse umdenken, und auch die Politik sei gefragt, eine Lösung zu finden.

Die Petition hatte eine Zielmarke von 200.000 Unterstützern.

Natürlich hat diese Petition für die Deutsche Telekom keine bindende Wirkung, vielmehr setzen Macher und Unterzeichner darauf, dass die Telekom bei einer breiten Unterstützung selbst entschließt, die Pläne zurückzunehmen. Leider zeigte sich der Bonner Konzern jedoch ziemlich unbeeindruckt davon.

DSL-Drosselung: Netzneutralität gewinnt durch die Petition an Bedeutung

Der Test der Bundesnetzagentur zur Überprüfung der möglichen Verletzung der Netzneutralität hat durch die DSL-Drosselung der Deutschen Telekom an Bedeutung gewonnen. Jeder Internet-User konnte den Test bis zum 30. Juni 2013 ausführen.

Im Detail untersuchte der Test der Bundesnetzagentur, ob die Datenpakete beim Senden wirklich gleichberechtigt behandelt werden, unabhängig vom jeweiligen Inhalt und woher sie stammen. Dadurch haben die Diskussionen rund um die Netzneutralität deutlich zugenommen.

Zunächst lockerte die Telekom ihre Bestimmungen und legte fest, dass die Drosselung zumindest auf 2 Mbit/s statt 384 Kbit/s geändert werden sollte. Bei einem Gerichtsurteil im Oktober wurde allerdings entschieden, dass die Telekom die Daten gar nicht drosseln darf, womit der Fall geklärt war.

DSL-Drosselung: Netzneutralität gewinnt durch die Petition an Bedeutung
Zeitpunkt Ereignis
Mai 2013 Deutsche Telekom kündigt DSL-Drosselung an — massive Proteste, Boykottaufruf und Petition von Malte Götz folgen.
Bis 30. Juni 2013 Test der Bundesnetzagentur zur Netzneutralität: jeder Internet-User kann teilnehmen.
Lockerung Telekom passt Drosselgrenze auf 2 Mbit/s statt 384 Kbit/s an.
Oktober 2013 Gerichtsurteil: Telekom darf die Daten gar nicht drosseln — Fall geklärt.

Aktueller Stand und Alternativen ohne DSL-Drosselung

Heute gehört die DSL-Drosselung weitestgehend der Vergangenheit an — Provider bieten DSL-Tarife inzwischen überwiegend ohne Datenlimit an. Der Grund: Der Datenverbrauch in Deutschland steigt jährlich, da immer mehr Menschen zuhause streamen, im Homeoffice arbeiten und Videoanrufe führen. Gedrosseltes Internet kommt für die meisten nicht mehr in Frage.

Unlimited LTE-Tarife für unterwegs

Wer auch bei seinem LTE Tarif zu 100 % auf der sicheren Seite sein möchte und im Zug, bei der Arbeit oder auf Reisen sorgenfrei High-Speed-Internet nutzen möchte, dem empfehlen wir einen Vertrag mit unbegrenztem Datenvolumen. Die Unlimited Tarife sind im Vergleich allerdings etwas teurer als normale Datenpakete.

DSL-Drosselung umgehen: So senken Sie Ihren Datenverbrauch

Wer nicht per DSL-Router, sondern per LTE-Router zuhause oder unterwegs surft, sollte seinen Datenverbrauch im Blick haben. Das gelingt oft mit der App Ihres Anbieters, in der Sie auch Tarif und Datenpakete verwalten können.

  1. Werbung deaktivieren;
  2. Hintergrundaktivitäten begrenzen;
  3. Offline-Dienste nutzen (Internetverbindung trennen, wenn nicht gebraucht);
  4. Automatische Updates deaktivieren;
  5. Datenkomprimierung aktivieren.

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Mo. – Fr. 08:00 bis 19:00 Uhr

Häufig gestellte Fragen zur DSL-Drosselung

"DSL-Drosselung" bedeutet, dass Sie ab dem Zeitpunkt der Drosselung mit einer sehr langsamen Internetgeschwindigkeit surfen. Schon Sprachnachrichten oder Social-Media-Fotos können dann ein Vielfaches länger benötigen, um zu laden. Eine Drosselung tritt ein, sobald das monatliche Datenvolumen ausgeschöpft ist.

Heute gehört die DSL-Drosselung weitestgehend der Vergangenheit an. Die Mehrheit der DSL-Tarife ist nicht an eine Datendrosselung gebunden — Drosselungen treffen heutzutage nur auf Mobilfunktarife zu.

Im Mai 2013 kündigte die Deutsche Telekom eine DSL-Drosselung an. Es kam zu massiven Protesten, einem Boykottaufruf sowie einer Petition von Malte Götz mit dem Ziel von 200.000 Unterstützern. Die Telekom lockerte ihre Bestimmungen zunächst auf 2 Mbit/s statt 384 Kbit/s. Im Oktober entschied ein Gerichtsurteil, dass die Telekom die Daten gar nicht drosseln darf.

Sie können Ihren Datenverbrauch reduzieren, indem Sie Werbung deaktivieren, Hintergrundaktivitäten begrenzen, Offline-Dienste nutzen, automatische Updates deaktivieren und Datenkomprimierung einsetzen. Alternativ empfiehlt sich ein Unlimited-LTE-Tarif mit unbegrenztem Datenvolumen — diese sind allerdings etwas teurer als normale Datenpakete.