Marktstart Deutschland
ab 2030
Zielgeschwindigkeit
bis 400 Gbit/s
Latenzzeit
100 Mikrosekunden
Schneller als 5G
über 100-mal
Was ist 6G?
6G stellt die sechste Generation des Mobilfunks dar und soll in der Zukunft seinen Vorgänger 5G ablösen. Das Ziel ist es, Datentransfer von einer Schnelligkeit von bis zu 400 Gbit/s zu erreichen. Im Januar 2024 hat eine chinesische Forschungsgruppe gemeldet, dass sie eine Datenübertragungsrate von 206,25 Gbit/s erreicht haben.
Im November 2020 hat China erfolgreich den ersten 6G Kommunikationstestsatelliten in die Umlaufbahn geschickt. Das 6G Mobilfunknetz befindet sich demzufolge noch in der Entwicklung und soll circa ab 2030 in Deutschland in Betrieb gehen. Weltweit arbeiten Forschungsinstitutionen an der Weiterentwicklung des Netzes. Einige Einsatzbereiche des 6G-Netzes werden folgende sein:
Telemedizin
Autonomes Fahren
Industrie 4.0
Smart City
Virtual & Augmented Reality
Wie funktioniert 6G?
Mit 6G werden höhere Frequenzbereiche für die mobile Kommunikation nutzbar gemacht. Die Latenzzeiten werden reduziert und sollen im Mikrosekundenbereich liegen.
Was versteht man unter Latenzzeit?
Unter der Latenzzeit versteht man den Zeitraum zwischen einem Ereignis und dem Eintreten einer sichtbaren Reaktion darauf. Im Kontext des Internets wird dieser Zeitraum auch als Ping bezeichnet: der Zeitraum, den ein Datenpaket von einem Gerät zu einem Server im Internet und zurück benötigt.
Die technischen Merkmale von 6G sind folgende:
| Technisches Merkmal |
|---|
| Datenübertragungsraten von mehreren Terabit pro Sekunde werden möglich gemacht |
| Latenzzeiten von 100 Mikrosekunden |
| Nutzung von Frequenzen bis in den Terahertzbereich |
| Hohe Energieeffizienz der Vernetzung |
| Einsatz von künstlicher Intelligenz bei der Vernetzung |
| Starke Miniaturisierung der Antennen- und Empfängertechnik |
Frequenzbereich
Terahertz
6G nutzt Frequenzen bis in den Terahertzbereich, der zwischen Infrarotstrahlung und Mikrowellen liegt.
Datentransfer
Terabit/s
Mehrere Terabit pro Sekunde sollen möglich werden, genug für eine vollständige HD-Serie in Sekunden.
Worin unterscheiden sich 5G und 6G?
Die Einteilung von verschiedenen elektromagnetischen Wellenlängen erfolgt über den Frequenzbereich. 5G ermöglichte die Nutzung der Frequenzbereiche über sechs Gigahertz. 6G nutzt noch höhere Frequenzbereiche, bis hin zum Terahertzbereich (dem Spektrum zwischen Infrarotstrahlung und Mikrowellen). Der Terahertzbereich bietet deutlich mehr Kapazität, hat aber eine kürzere Reichweite.
Höhere Frequenzen ermöglichen höhere Übertragungsraten, die Strahlung wird aber auch stärker absorbiert. Das bedeutet, dass das Signal Abschirmungen wie Betonwände kaum durchdringt und die Reichweite eingeschränkt ist. Die Technologie wird dennoch voraussichtlich über 100-mal schneller sein als 5G.
5G vs. 6G: Brauchen wir überhaupt 6G?
Über die technische Definition hinaus: Was bringt 6G gegenüber 5G konkret?
6G-Internet soll die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine verbessern und neue Anwendungen wie Hologramme ermöglichen. Außerdem soll die Echtzeit-Übertragung weiter optimiert werden. 5G erreicht bereits eine Latenz von einer Millisekunde, 6G soll diesen Wert auf 100 Mikrosekunden senken.
Für die Smartphone-Nutzung ist 5G heute mehr als ausreichend. Bis 2030 dürften jedoch neue Anwendungsfelder entstehen, für die 6G gebraucht wird, zum Beispiel die Übertragung von Hologrammen.
Sind 6G und LTE dasselbe?
Nein, 6G und LTE sind nicht dasselbe. LTE ist der Begriff für 4G, bei dem noch der Sub-6-GHz-Bereich (Frequenzen unter der 6-Gigahertz-Marke) verwendet wird. 4G ist der Vorgänger von 5G.
Welches Land hat 6G? Wo gibt es das Netz bereits?
5G befindet sich noch in der Einführung und ist noch nicht flächendeckend verfügbar. Parallel wird bereits intensiv an 6G geforscht. Vor allem China arbeitet seit 2019 an der Entwicklung des 6G-Netzes und schoss im November 2020 den ersten 6G-Testsatelliten in die Umlaufbahn. In China ist schnelles Internet besonders gefragt, unter anderem wegen des weit verbreiteten Online-Gaming.
Ein konkreter Starttermin für das 6G-Netz steht noch nicht fest. Schätzungen gehen davon aus, dass 6G ab 2030 in Deutschland verfügbar sein wird.
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Fazit: Warum das 6G-Netz?
Noch ist der Vorgänger 5G nicht vollständig ausgebaut, schon wird an seinem Nachfolger 6G geforscht. 6G soll die Latenzzeit um das Zehnfache verringern und Frequenzen bis in den Terahertzbereich nutzbar machen. Der Datentransfer soll mehrere Terabit pro Sekunde erreichen, genug für Ihre gesamte Lieblingsserie in HD innerhalb von Sekunden.
Weltweit forschen Institutionen an der Technologie. 6G soll autonomes Fahren, Telemedizin und Hologramme in der Praxis ermöglichen und dürfte damit ab 2030 Einzug in viele Alltagsbereiche halten.
Häufige Fragen zu 6G
Das 6G-Netz befindet sich noch in der Forschung. In Deutschland wird es 6G schätzungsweise ab 2030 geben.
Bisher gibt es das 6G-Netz noch nicht. Doch vor allem in China wird fleißig daran geforscht. Im November 2020 hat China den ersten 6G Mobilfunksatelliten in die Umlaufbahn geschossen.
6G soll die Latenzzeit um das Zehnfache verringern und die Nutzung von Frequenzen bis in den Teraherztbereich ermöglichen. Der Datentransfer soll bis zu mehrere Terabit pro Sekunde gestatten. Dadurch wird zum Beispiel die intelligente Kommunikation zwischen Maschine und Mensch möglich gemacht.