100 Mbit/s
Download per VDSL2-Vectoring (theoretisch)
40 Mbit/s
Upload per Vectoring (theoretisch)
8.000+
Unbearbeitete LTE-Anträge bei der Behörde
10. Mai
Frist für Stellungnahmen zum Entwurf
Das Wichtigste auf einen Blick
Kernpunkte der Bundesnetzagentur-Entscheidung
- Die Bundesnetzagentur hat der Deutschen Telekom grünes Licht für den Ausbau neuer High-Speed-Datennetze erteilt.
- Trotz Kritik der Konkurrenten darf der Bonner Konzern sein DSL-Vectoring anbieten.
- Der garantierte Zugang aller Telekomanbieter zur letzten Meile wurde aufgeweicht.
- Telekom muss Zugang zur TAL (Teilnehmeranschlussleitung) grundsätzlich anbieten, kann ihn aber unter bestimmten Bedingungen verweigern.
DSL-Vectoring von der Bundesnetzagentur genehmigt
Die Bundesnetzagentur hat nun der Deutschen Telekom grünes Licht für den Ausbau neuer High Speed Datennetze erteilt. Denn trotz der Kritik der Konkurrenten darf der Bonner Konzern sein DSL-Vectoring anbieten.
Telekom schaffte einen Teilerfolg beim DSL-Vectoring: Die Bundesnetzagentur hat aber den garantierten Zugang aller Telekomanbieter zur letzten Meile aufgeweicht. Dem Entwurf der Behörde zufolge muss der einstige Monopolist aus Bonn seinen Mitbewerbern nach wie vor den Zugang zur TAL (Teilnehmeranschlussleitung) nach wie vor grundsätzlich anbieten.
Allerdings kann sie ihn unter bestimmten Bedingungen auch verweigern. Dies ist möglich, wenn die Telekom selbst oder aber ein Konkurrent an dieser Stelle das DSL-Vectoring einsetzt. Dies geht aus dem nun bekannt gewordenen Entscheidungsentwurf hervor.
Das DSL-Vectoring im Überblick
Vectoring ist auch als VDSL2 bekannt. Dabei handelt es sich um eine VDSL-Technik, bei denen in Kupferkabeln höhere Übertragungsraten möglich sind als mit dem herkömmlichen VDSL. Theoretisch sind dabei Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s beim Download und bis zu 40 Mbit/s beim Upload möglich. Der Nachteil beim Vectoring ist, dass dieses lediglich nur von einem Anbieter für jeden Kabelverzweiger nutzbar ist.
Die Entscheidung der Bundesnetzagentur beruht auf einem Antrag der Deutschen Telekom. Diese will die Zugangsmöglichkeiten zur letzten Meile für die Konkurrenten einschränken, um das DSL-Vectoring selbst betreiben zu können.
Heftige Kritik der Konkurrenten
Die Entscheidung der Bundesnetzagentur stieß auf heftige Kritik des Bundesverbandes Breitbandkommunikation (Breko). Denn die Konkurrenten der Telekom sehen einen Freibrief für die Telekom für das Breitband Internet. Zudem werde der Bonner Konzern von der bislang geltenden Entbündelungsverpflichtung befreit, so der Vorwurf.
Die Konkurrenten sehen dadurch eine massive Erschwerung des eigenen Breitbandausbaus, während die Telekom das Vectoring nun exklusiv an den Standorten einsetzen könne, an denen es der Konzern plane. Dagegen schauten die Konkurrenten in die Röhre, so der Verband weiter.
Allerdings ist die Bestätigung bislang lediglich ein Entwurf der Bundesnetzagentur. Bis zum 10. Mai sind hierzu noch Stellungnahmen möglich.
Hinweis
Die Bestätigung ist bislang lediglich ein Entwurf der Bundesnetzagentur. Bis zum 10. Mai sind Stellungnahmen möglich.
Im fokus
Verzögerungen beim LTE-netzausbau
Die Bundesnetzagentur bestätigt, dass mehrere tausend Anträge für den Ausbau verzögert abgearbeitet werden. Vodafone-Deutschlandchef Jens Schulte-Bockum hat einen kritischen Brief an die Behörde geschickt; gemeinsam mit den Mobilfunkbetreibern wird an einer Lösung gearbeitet.
Bundesnetzagentur mit Problemen beim LTE-Netzausbau
Die Bundesnetzagentur hat nun bestätigt, dass es bei den Genehmigungen beim LTE-Netzausbau zu Verzögerungen kommt. Mehrere tausend Anträge für den Ausbau werden demnach verzögert abgearbeitet.
Probleme beim LTE-Ausbau: Ein Sprecher der Bundesbehörde bestätigte, dass es aus diesem Grund einen kritischen Brief des Providers Vodafone gegeben hat. Dieser stammte dabei vom neuen Deutschlandchef des Unternehmens, Jens Schulte-Bockum. Die Behörde ist demnach nun dabei, mit den Betreibern der Mobilfunknetze eine Lösung des Problems zu erarbeiten.
Mehr Mitarbeiter geplant
Hierbei geht es in erster Linie den Angaben zufolge um eine Aufstockung der Beschäftigtenzahl bei der Bundesnetzagentur. Zudem ließ der Sprecher der Behörde wissen, dass auch eine vorrangige Abarbeitung von Anträgen für Mobilfunkstationen überdacht wird, die besonders wichtig sind. Aktuell sollen bei der Bundesnetzagentur laut einem Bericht der Financial Times Deutschland über 8.000 unbearbeitete Anträge liegen.
Verwaltungsweg soll Breitband-Ziele verzögern
Thomas Ellerbeck aus der Vodafone-Geschäftsleitung erklärte dazu, dass aktuell mehrere Millionen Euro in die Technik investiert worden sind. Diese dürfe aber nicht eingeschaltet werden, da ein Stempel der Bundesbehörde fehle. Während die Wirtschaft ihre gemachten Zusagen einhalte und massiv investiert habe, sorge der Verwaltungsweg für eine Verzögerung der Breitband-Ziele der Bundesregierung.
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